[ 13. Jan 2020]

Dieser Ruf hallte aufgeregt durch den Eingangsbereich der Schule, als die ersten Autos vorfuhren.
Gespannt hatten wir am Eingang der Schule auf die Ankunft unserer britischen Austauschpartner gewartet.
Vom 11. bis zum 17. Dezember 2019 fand der 6. Gegenaustausch mit der Gordon’s
School statt.
Alle Schüler hatten sich seit Juli 2019 auf den Gegenbesuch gefreut und schon viel geplant.
Nach einer kleinen Willkommensrede, vielen Umarmungen und strahlenden Gesichtern, ging es für die Engländer nach Hause zu den Gastfamilien.
Doch vor dem Vergnügen kam erst die Arbeit. So verbrachten wir gemeinsam mit ihnen den Donnerstag und Freitag noch in der Schule und unsere Austauschschüler tauchten in unseren Schulalltag ein. Das frühe Aufstehen sorgte auf Seiten der Gäste für wenig Begeisterung, doch sie waren erstaunt und freuten sich, dass der Unterricht bereits um 13:00 Uhr zu Ende war, da dieser in der Gordon´s School bis zum Abend geht. Am Donnerstag hielt Herr Westje-Bachmann eine von Herzen kommende Rede und verpackte auf eine humorvolle Weise das Thema Brexit und die Wichtigkeit, internationale Freundschaften zu knüpfen und aufrecht zu erhalten, indem man „Brücken über den Ärmelkanal schlägt“.
Das Wochenende verbrachten die Engländer in den Familien und es standen schöne Punkte auf dem Programm, wie beispielsweise Besuche auf Weihnachtsmärkten, Plätzchen backen, Konzerte, Ausflüge in den Schwarzwald und umliegende Städte. Die Freundschaften wurden in dieser Woche vertieft. Wir versuchten, unseren Austauschpartnern unsere Kultur und die kulinarischen Genüsslichkeiten nahe zu bringen.Spezialitäten wie Sauerkraut, „Striebele“ und Schnitzel fanden viel Gefallen.
Mit der Bahn ging es am Montagmorgen nach Heidelberg, um nach einer informativen Schlossführung über Aberglauben und mittelalterliche Hygiene noch über den Weihnachtsmarkt in der Altstadt zu schlendern. In England sind Weihnachtsmärkte nicht sehr verbreitet und so genossen die Engländer den Weihnachtsflair inmitten von winterlich geschmückten Ständen.
Abends gab es als Abschluss ein gemeinsames Abendessen in der Pizzeria „Cavallino“ in Königsbach, um mit Pizza und Pasta den letzten Abend ausklingen zu lassen. (mehr …)

[ 19. Dez 2019]

Wir schreiben das Jahr 2019. Der Vorlesewettbewerb, der 1959 aus der Taufe gehoben wurde, feiert seine 61. Runde in seinem erfolgreichen Bestehen
Stille legt sich tatsächlich recht flott über den soeben noch unter dem mannigfachen, von über hundert Sechstklässlern des Lise-Meitner-Gymnasiums erzeugten Stimmen- und Gelächter-Gewirrs vibrierenden Saal. Eine äußerlich gar nicht so große Person ist der Grund für diesen Zauber des Lärmpegelhinwegfegens: Angelika Simmel. Sie ist eine nicht wegzudenkende, engagierte und ebenso unermüdliche Initiatorin und Organisationsgröße des Vorlesewettbewerbs in der Schule. So eben auch in diesem Jahr.
Sie geht nun zum Mikrophon, um auch in diesem Jahr die vorab „erlesenen“ Klassensieger der vier sechsten Klassen des LMG für die heutige, nächste Runde des landesweiten Vorlesewettbewerbs mit den jeweiligen Auszügen ihrer Lieblingsgeschichten antreten zu lassen. in den nächsten zwei Schulstunden wird dieser sowohl von den zuhörenden Schülern der sechsten Klassen als auch von einigen Lehrern der schulansässigen Deutsch-Zunft und auch dem Herrn Direktor, Herrn Westje, mit Spannung erwartet und verfolgt.
Es ist nicht nur der traditionsreichste, sondern auch der größte Lesewettstreit – der Vorlesewettbewerb, der von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgelobt wird. Und das Geburtstagskind darf sich zu seinem 61.sten durchaus berechtigt feiern lassen, trägt es doch einen erheblichen und zudem noch Spaß machenden Teil zur Leseförderung bei. Dem VORlesen kommt dabei noch eine besondere Bedeutung zu. Diese besteht keineswegs nur in dem Genuss für potenzielle Zuhörer, sondern vor allem in Form der Stärkung des Vorlesenden in mehrfacher Hinsicht. Selbst der Förderung von Sozialkompetenz kommt das laute, das Vor-Lesen zugute!
„Lesen ist nicht nur Grundlage aller Bildung. Gutes Vorlesen ist zudem vor allem Kopfarbeit.“ (Rufus Beck, Schauspieler und genialer Vorleser u.a. aller sieben Harry-Potter-Romane). Sicher können das Moritz Pöhnl, Johanna Friess, Viktoria Ignatova und Chantal Richert, jeweilige Vorlese-Klassensieger der Klassen 6a -d, bestätigen. Und trotz Aufregung und erhöhtem Adrenalin-Spiegel haben die vier bravourös bewiesen, dass sie genau das können. Nämlich konzentriert lesen mit Köpfchen.
Gelesen wurde im spannungsvoll-stillen Auditorium aus Cornelia Funkes „Tintenherz“, aus Chris Bradfords „Superbodyguard“ und aus „Alabama Moon“ von Watt Key. Der den Teilnehmern bis dahin unbekannte Fremdtext war ein Stück aus dem Jugendroman „Louisa“ ( Frauke Scheunemann). Schöne Texte, effektvoll vorgetragen. Selbst als Erwachsene möchte man sofort in die nächste Buchhandlung eilen, um sich diese Bücher selbst anzuschaffen und sie eines Abends einfach zu verschlingen.
Wieder einmal hatte es die Jury schwer…! Aber es musste sein! Wir beglückwünschen alle vier wunderbaren Vorleser zu ihren wohlverdienten Preisen, und im Besonderen Chantal Richert aus der 6d, die wir zur ersten Siegerin dieses Schulentscheides erwählt haben und wünschen ihr für die nächsten Runden auf den nächsthöheren Ebenen alles Gute! Gewonnen hat sie ja schon! So wie alle, die lesen!

[ 19. Dez 2019]

„Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind, auf die …… „
Und plötzlich ist das Jahr fast vorbei und Weihnachten steht mal wieder vor der Tür. Da werden noch diverse weihnachtliche Dekorationsartikel gebraucht, der Adventskranz ist noch nicht gebunden, die Weihnachtsbäckerei wurde noch nicht eröffnet und eine besinnliche Stimmung ist im Alltagsstress auch noch nicht aufgekommen. Da fand der Weihnachtsbazar des Lise-Meitner-Gymnasiums am Freitag vor dem ersten Advent gerade zur richtigen Zeit statt. Die Schulleitung lud zusammen mit der Schülermitverantwortung (SMV) zu einem nachhaltigen und umweltbewussten Weihnachtsbazar in das Schulgebäude in Königsbach-Stein ein. Der Schwerpunkt des Weihnachtsbazars entspricht zum einen dem diesjährigen Schulmotto – „Wir sorgen für ein gutes Klima in unseren Klassen, in unserer Schule und darüber hinaus!“ – und entspricht zum anderen ausdrücklich dem Wunsch der SMV und des Kollegiums die Zukunft und Gegenwart nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch im Alltag klimafreundlich zu gestalten. Auf dem „Weihnachtsmarkt“ in der Aula luden die Klassen die Besucher zum Schmökern und Probieren ein. Viele wurden bei besinnlicher Beleuchtung und stimmungsvoller Musikbegleitung durch den Pianisten Froilan Kleboth und ein Streich-Quintett fündig, sodass die Taschen mit perlenverzierten Drahtsternen, Marmeladen, recylten Tetrapacks und weiteren Leckereien und Dekorationen gefüllt wurden.
Zwei Klassen sollen hierbei extra erwähnt werden. Die Klasse 5b, die ihren Stand am schönsten aufgebaut und geschmückt hat, sodass sogar ein ganzes Klassenzimmer im Weihnachtszauber erstrahlte, sowie die Klasse 5d, die über 700€ für den guten Zweck eingenommen hat. Beide Klassen wurden von der SMV prämiert und erhalten eine kleine Aufmerksamkeit für ihren Einsatz. Wer erfolgreich durch die Marktstände gebummelt ist, hatte sich daraufhin eine Stärkung verdient. In der Mensa boten die zehnten Klassen eine große Auswahl an warmen, kalten, süßen wie herzhaften Speisen an. Ergänzt wurde dieses kulinarische Angebot durch einen Erfrischungsstand der Kursstufe, weitere Crêpes- und Waffelstände mit Punschverkauf oder heißer Schokolade an mehreren Ecken des Schulhauses. Wem dann noch das absolute Weihnachtsmarktfeeling fehlte, der konnte am Neubau gebrannte Mandeln, an der frischen Luft Schupfnudeln und beim Förderverein Glühwein verköstigen oder einfach ein Bild mit dem schuleigenen Weihnachtsmann machen. Falls sich daraufhin das schlechte Gewissen meldete, konnten die Kalorien sofort beim Dosenwerfen und Sackhüpfen abgebaut werden oder durch geschickte Fingerübungen beim Loseöffnen zumindest vergessen werden.
Doch nicht nur für das leibliche Wohl wurde am Abend des Weihnachtsbazars gesorgt, sondern auch die Unterhaltung und das Kulturelle kamen nicht zu kurz. Ob bei Vorlesestunden, beim weihnachtlichen Musizieren, bei den Chören oder bei den Theaterstücken, zeigten die Schüler1 ihre Künste und Talente. Wer dann selbst kreativ werden wollte, konnte sich beim Basteln für Jung und Alt und bei Fingermalereien austoben oder sich selbst als Leinwand beim Kinderschminken anbieten.
Jung und Alt, das trifft auch auf den gesamten Weihnachtsbazar zu. Das Schulhaus war gefüllt mit Schülern und deren Familien, mit Ehemaligen der Schülerschaft und des Kollegiums und mit den Personen, die den Schulalltag gestalten und stemmen, sodass eine freudige Atmosphäre in allen Ebenen vorzufinden war. Die drei Stunden des Weihnachtsbazares gingen vorbei wie im Fluge und die Einnahmen übertrafen alle Erwartungen. Es kamen bemerkenswerte und erfreuliche 5000€ für Spenden an zwei Organisationen zusammen. (mehr …)

[ 11. Nov 2019]

Kinder und Jugendliche sind heute oft verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt, häufig allerdings ohne diese als solche zu erkennen. Sie erleben verbale oder körperliche Grenzverletzungen auch durch Gleichaltrige in Schule, Freizeit oder im Alltag. Gefahren im Internet und durch Smartphones nehmen zu.
Daher wird es immer wichtiger, Jugendliche für Grenzen zwischen Menschen und grenzverletzende Situationen zu sensibilisieren, damit sie sich diesen bestimmt entgegenstellen können.
Zu diesem Zweck fanden in der Woche vom 4. – 8. November vier Präventionsveranstaltungen unter der Leitung der Beratungsstelle Lilith e.V. aus Pforzheim für die 9. Klassen des Lise-Meitner Gymnasiums statt. Lilith e.V. ist eine Anlaufstelle speziell für Mädchen und Jungen zum Schutz vor sexueller Gewalt.
Vorrangiges Ziel der Veranstaltung war es, durch Aufklärung frühzeitig Grenzverletzungen als solche zu erkennen und den Jugendlichen konkrete Hilfen für solche Situationen an die Hand zu geben.
Dazu wurde zunächst der Begriff sexuelle Gewalt thematisiert. Die Funktion von Grenzen zum Schutz für jeden Einzelnen und die verschiedenen Formen von grenzverletzendem Verhalten wie erzwungene Berührungen, Worte, Bilder, Gesten oder Blicke wurden erörtert. Fast alle diese Formen von Grenzverletzungen kommen sowohl in der realen Welt, als auch virtuell vor und haben immer mit dem Körper zu tun. Daher geht es vor allem um den Schutz körperlicher Grenzen. (mehr …)

[ 7. Nov 2019]

Pünktlich zum Weltreanimationstag am 16. Oktober wurden auch unsere Schulsanitäter wieder zu lebensrettenden Löwen. Im Rahmen der Schulsanitäts-AG übten 20 Schülerinnen und Schüler die vereinfachte Reanimation, die aus der Prüfung der lebenswichtigen Funktionen, dem Notruf und der Herzdruckmassage besteht. Mit Hilfe von 15 Übungsmodellen aus dem Programm „Löwen retten Leben“, eine Initiative u.a. vom Kultusministerium Baden-Württemberg und dem DRK-Landesverband, festigten die Sanis ihr schon vorhandenes Wissen zum Thema Wiederbelebung. Das Ziel von „Löwen retten Leben“ und dem Weltreanimationstag ist es, Wiederbelebungsmaßnahmen in den Unterricht zu integrieren, um Schüler für das Thema zu sensibilisieren und die Überlebenswahrscheinlichkeit bei plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen. Der plötzliche Herztod ist mit geschätzten 100.000 Menschen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wird die Wiederbelebung schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen, so verbessert sich die Überlebensrate um das Zwei- bis Dreifache. Unsere Schulsanitäter tragen somit dazu bei, die leider niedrige Zahl von 18 Prozent der Deutschen, die im Ernstfall helfen, zu erhöhen (www.reanimationsregister.de).
– Sarah Kurtz, Eva Astor

[ 5. Nov 2019]

Mit dem Alterssimulationsanzug fällt es Tom schwer, Geld aus dem Portemonnaie zu holen. Martin Kunzmann, Katja Mast, Natalie Schote und Bianca Stölzle von der Rentenversicherung helfen ihm. (rol)

Timon (15) und Tom (14) sind nicht unglücklich, als sie den schweren Alterssimulationsanzug wieder ablegen dürfen. Mit ihm haben die beiden Schüler bei einer Aktion der Deutschen Rentenversicherung am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr voll mitmacht. Eine ganz neue Erfahrung sei das gewesen, sagt Timon, der 40 Kilogramm zusätzliches Gewicht mit sich herumschleppen musste. Liegestützte wurden da für ihn zu einer großen Herausforderung. „Selbst das Laufen ist mir schwergefallen, da hat man jeden Schritt gemerkt“, meint der 15-Jährige. Tom konnte in seinem Anzug Arme und Beine nicht richtig bewegen. Seine Sicht war eingeschränkt. Trotzdem versuchte er, Zeitung zu lesen und Kleingeld aus einem Portemonnaie heraus zu kramen. „Es war schon krass, das zu erleben.“

Mit Hilfe des Alterssimulationsanzugs wollte die Deutsche Rentenversicherung den Schülern des Königsbacher Gymnasiums zeigen, wie schwer es sein kann, Dinge im Alter zu meistern. Um so wichtiger ist es, rechtzeitig für das Alter vorzusorgen und sich schon früh um die Rente zu kümmern. Ein Thema, das Jugendliche und junge Erwachsene oft noch nicht auf dem Schirm haben. Auch Timon und Tom haben sich noch nicht näher damit befasst. Aber sie wissen: „Das Thema ist schon wichtig, man sollte es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.“ Zusammen mit ihren Mitschülern erfahren die beiden einen Vormittag lang, wie die Rentenversicherung funktioniert und warum eine zusätzliche private Vorsorge nie schadet. Auch Katja Mast (SPD) und Martin Kunzmann geben den Schülern Tipps zum Thema Rente und stehen ihnen Rede und Antwort.

Beide kennen sich mit dem Thema bestens aus: Kunzmann, weil er Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und zugleich Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung in Baden-Württemberg ist. Und Mast, weil sie sich im Bundestag seit vielen Jahren mit den Thema Rente befasst und aktuell Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung ist. Sie erklärt den Schülern: Weltweit gebe es kein vergleichbar stabiles System wie die Deutsche Rentenversicherung. „Darum beneiden uns andere Länder.“ Aber Mast macht auch deutlich, dass Herausforderungen ins Haus stehen – auch, weil voraussichtlich ab 2025 die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Dennoch ist die Bundestagsabgeordnete zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden können. In seiner Funktion als Gewerkschafts-Chef betont Kunzmann: Gute Arbeit müsse gut bezahlt werden. Nur dann hätten Arbeitnehmer auch die Gelegenheit, zusätzlich privat vorzusorgen. – Nico Roller

[ 4. Nov 2019]

(Foto: Wittye)

Am Dienstag, den 22.10., fuhren 24 IMP-Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen gemeinsam mit Frau Klein und Herrn Wittye nach Karlsruhe zum Forschungszentrum Informatik. Im neuen Lehr-Lern-Labor der Fakultät für Informatik wurde ein Workshop zum Thema Automaten angeboten. Zwei Studenten führten zunächst in das Thema ein und die Schülerinnen und Schüler analysierten dann das Verhalten mit Hilfe von Papp-Automaten. Kulinarischer Nebeneffekt: Die Schoko-maten geben bei richtiger Eingabe von Münzchips Schokolade aus.
Danach wurde jeweils zu zweit an Laptops programmiert: Die Schülerinnen und Schüler steuern das Verhalten eines Marienkäfer-Automaten in Abhängigkeit von seiner Umgebung. Obwohl sich äußerlich viel um Schokolade, Marienkäfer und Kleeblätter drehte, wurden wesentliche Inhalte zur normalerweise eher trockenen Automatentheorie und zur zustandsbasierten Programmierung erarbeitet.
Ein gelungener Ausflug !
(M. Klein)

[ 21. Okt 2019]

(Foto: N. Roller)

„Es macht hässlich, impotent, unsportlich.“ Das sagt Thushira Weerawarna über das Rauchen von Zigaretten. Und er muss es wissen. Schließlich bekommt der promovierte Mediziner als Chefarzt am Siloah-Klinikum jeden Tag die Folgen des Rauchens zu sehen. Folgen, über die sich Jugendliche oft gar keine Gedanken machen. Deshalb geht Weerawarna an die Schulen: nicht um die Schüler zu belehren, sondern, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Als der Mediziner am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium vor Achtklässlern auf der Bühne steht, nimmt er kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Tierversuche geht. Viele wissen nämlich gar nicht, dass umfangreiche Untersuchungen nötig sind, bevor Inhalierstoffe zugelassen werden. Als Weerawarna erzählt, dass nicht alle Tiere die Versuche überleben, müssen einige Schüler schwer schlucken.

Überrascht sind sie auch von dem, was der Mediziner ihnen zum Thema E-Zigarette zu sagen hat: Mit ihnen will die Tabakindustrie gezielt junge Menschen ansprechen. Es gibt sie in knalligen Farben und mit verschiedenen Beleuchtungen. Sie sei zwar nicht so schädlich wie eine normale Zigarette, sagt Weerawarna. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie ungefährlich wäre, denn noch ist nicht ganz klar, welche Folgen die synthetischen Stoffe haben. Auch Shisha-Bars wirken harmlos mit ihren Sofas, der Beleuchtung und der Musik. Alles nicht vergleichbar mit einer vollgequalmten Raucherkneipe. Aber wer Shisha raucht, nimmt zum Teil deutlich mehr Kohlenmonoxid und Teer auf als bei einer Zigarette. Ihr Rauch wird tiefer inhaliert. Und: Wenn mehrere Menschen dieselbe Shisha benutzen, können Krankheiten wie Herpes übertragen werden. Weerawarna sagt: Die Gefährlichkeit des Shisha-Rauchens werde unterschätzt. Auch darauf will er bei seinen Vorträgen an Schulen aufmerksam machen. In Königsbach hat er das geschafft. – Nico Roller

[ 26. Sep 2019]

(Foto: Dietmar Otto und Sabine Beck)

Das neue Schuljahr hat gerade begonnen und viele Schüler fahren mit dem Bus zum Lise-Meitner-Gymnasium. Für die neuen Schüler der Klasse 5 ist dies oft eine neue Erfahrung, die nicht immer angenehm ist. Um den Schulweg in Zukunft sicher mit dem Bus zu bewältigen, haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 am 18. und 19. September an einem Training: „ Bus fahren – aber richtig!“ durch die beiden Polizisten Herr Merkle und Herr Nonnenmann aus Pforzheim teilgenommen.
Während einer Theoriestunde wurden die Kinder anhand eines altersgerechten Films für grundlegende Gefahren beim Busfahren sensibilisiert. Rangeleien an der Bushaltestelle, schubsen oder drängeln beim Einsteigen oder mit Kopfhörern im Ohr über die Straße zu laufen bergen großes Gefahrenpotential. Auch der „tote Winkel“ um Fahrzeuge herum und das Ausscheren des Busses bei der Einfahrt in die Bushaltestelle wurden thematisiert. Gleichzeitig erfuhren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Sicherheitsmaßnahmen und Regeln, wie sie sich sowohl an der Bushaltestelle, als auch im Bus selbst richtig verhalten sollen.
Auf die Theoriestunde folgte ein praktischer Teil. Dazu war ein Bus bereitgestellt. Hier konnten die Fünftklässler sowohl das zuvor Gelernte rund um das Busfahren anwenden und üben. Sie lernten, die weiße Sicherheitslinie an der Haltestelle zu beachten und sich im Bus einen festen Halt zu verschaffen können. Überrascht waren die Schüler wie gefährlich eine Schultasche bei einem unvorhergesehenen Bremsmanöver werden kann. Deshalb muss die Schultasche während der Fahrt sicher verstaut sein, um Verletzungen zu verhindern.

Nun kennen die Schüler die Gefahren die mit dem Busfahren verbunden sind und können ihren Schulweg mit dem Bus sicher zurücklegen.
Ganz herzlichen Dank an die beiden Polizisten, die Herren Nonnenmann und Merkle, für die lehrreichen Stunden mit unseren Schülerinnen und Schülern und an Herrn Benker von Südwestbus für die Bereitstellung eines Busses.
Verena Schiegl

[ 17. Sep 2019]

(Foto: N. Roller)

Kaum sind die Abiturienten flügge geworden, bekommt das Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium schon wieder Zuwachs: 109 Kinder sind eingeschult worden. Nach einem von den Religionslehrern organisierten Gottesdienst in der evangelischen Kirche nimmt Hartmut Westje-Bachmann die frischgebackenen Fünftklässler in der Aula mitsamt ihren Eltern, Verwandten und Freunden in Empfang. Der Direktor begrüßt die neuen Schüler und betont: „Ihr könnt ganz beruhigt in die Schulzeit am LMG starten.“ Er vergleicht den Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium mit dem Besuch auf einem Abenteuerspielplatz. Man bekomme neue Fächer, lerne neue Sprachen und treffe neue Menschen. „Ich garantiere Euch, dass Ihr bei uns viel Spaß haben werdet.“ Aber der Direktor sagt auch: „Ohne Anstrengung geht es nicht.“ Sei es beim Erledigen der Hausaufgaben oder beim Aufpassen im Unterricht.

Insgesamt wird es im nun beginnenden Schuljahr vier fünfte Klassen geben, darunter eine 25-köpfige Streicherklasse. Jede hat zwei gleichberechtigte Klassenlehrer. Ein Konzept, das man bereits im vorigen Schuljahr eingeführt hat und das laut Marc Rudolf gut funktioniert: Die Lehrer seien flexibler, sagt der Konrektor: Wenn einer ausfalle, könne der andere einspringen. „Für die Betreuung der Schüler ist das optimal.“ Auch sonst hat das Königsbacher Gymnasium den neuen Schülern einiges zu bieten: etwa verschiedenste Arbeitsgemeinschaften, Aktionen zur Berufsorientierung, Wettbewerbe und andere außerunterrichtliche Aktivitäten. Einen kleinen Eindruck davon bekommen Schüler und Eltern schon bei der Einschulungsfeier: Der von Patrizia Steinhoff und Johannes Weiß geleitete Unter- und Mittelstufenchor gibt einige schmissige Stücke zum Besten, Schülermitverantwortung (SMV), Streitschlichter und Förderverein stellen sich vor. – Nico Roller