[ 25. Apr 2016]

Team OBE – von links: Bernhard Heil (Betreuer OBE),
Christoph Geib, Barbara Roether, Annika Burkhardt (THG), Anton Augenstein (Photo: R. Wittye)

Am Freitag, dem 15. April 2016, fand der diesjährige Wettbewerb der Schüler-Ingenieur- Akademie, kurz SIA, im Stadtteilbad Brötzingen in Pforzheim statt. Die Schüleringenieurakademie ist ein Kooperationsprojekt, an dem das Lise-Meitner-Gymnasium, das Gymnasium Remchingen, das Hebel-Gymnasium Pforzheim und das Theodor-Heuss- Gymnasium Pforzheim, die Hochschule Pforzheim und Firmen aus der Region zusammenarbeiten.
Die insgesamt 16 Teilnehmer aus der Kursstufe 1 hatten sich während der vergangenen Wochen und Monate in Teams mit dem Bau eines Amphibienfahrzeuges beschäftigt. Dabei erhielten sie fachkundige Unterstützung von Ingenieuren der beteiligten Firmen Witzenmann aus Pforzheim, OBE aus Ispringen und der Hochschule Pforzheim. Deren Ausbildungsstätten wurden jeden Mittwoch zum Arbeitsplatz der Schüler, die in Viererteams zusammen ein Konzept entwickelten und anschließend eigenständig ein Fahrzeug konstruierten, das in der Lage ist, eine Strecke von jeweils 25 Metern an Land und auf Wasser zurückzulegen. Diese Anforderungen galt es mit einem Gummiantrieb zu erfüllen. Auch drei Schüler des Lise- Meitner-Gymnasiums stellten sich dieser Aufgabe und entwickelten ihr Fahrzeug bei der Firma OBE in Ispringen. Zusammen mit Annika Burkhardt vom Theodor-Heuss-Gymnasium Pforzheim schufen Barbara Roether, Christoph Geib und Anton Augenstein ein ansehnliches Gefährt, das während des Wettbewerbs auf den Prüfstand gestellt wurde.
Da neben der Schnelligkeit der Fahrzeuge auch handwerkliches Geschick seitens der Jungingenieure gefragt war, vergab eine Fach-Jury einen Preis für die beste Konstruktion. Die Teams präsentierten den Juroren ihr Fahrzeug und stellten dabei den Entwicklungsprozess von der einfachen Skizze auf dem Papier bis hin zum fertigen Gefährt dar.
Im Anschluss daran startete die Wettbewerbsphase an Land. Hier hatte das Team OBE die Nase vorne und setzte sich gegen alle drei Konkurrenten durch. Während die Fahrzeuge der Teams Witzenmann 1 und 2 von der Strecke abkamen, musste sich das Team der Hochschule mit einer Zeit von 12.61s dem Team OBE geschlagen geben. Mit einer Zeit von 11,58s stand die von OBE-Ingenieur Bernhard Heil betreute Gruppe nach der Fahrt an Land auf Platz 1. Es stand aber noch die Fahrt auf Wasser an, die so manchem Team Sorgen bereitete.
Leider schaffte es keines der Fahrzeuge die vollständige Strecke von 25 Metern zurückzulegen. Die längste Strecke legte das Amphibienfahrzeug des Teams OBE zurück, das sich nur wenige Zentimeter vor der Ziellinie geschlagen geben musste. Es folgten die Teams Witzenmann 1, der Hochschule und Witzenmann 2.
In der Gesamtwertung bedeutete das den Sieg für das Team OBE und damit für die Schüler des LMG.
Doch damit nicht genug. Auch in der Konstruktionswertung ließ das Team OBE alle anderen hinter sich und erhielt von der Jury den Preis für die beste Konstruktion. Entscheidend für den Erfolg war die Entscheidung, das Amphibienfahrzeug in Leichtbauweise zu bauen und nicht die komplette Energie des Gummiantriebs zu nutzen. Den zweiten Platz errang das Team der Hochschule gefolgt von den Teams Witzenmann 1 und 2.
Zum Dank für die erfolgreiche Teilnahme an der Schüler-Ingenieur-Akademie in diesem Jahr erhielten die Schüler Sachpreise, die von den beteiligten Firmen und Schulen gespendet wurden.
Anton Augenstein, Roland Wittye

[ 21. Apr 2016]

Das Staunen bei den fünften Klassen war groß, als sie am 18. März von einer richtigen Polizeihauptmeisterin besucht wurden. Frau Weidle von der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe machte in ihrer Uniform großen Eindruck auf die Schülerinnen und Schüler. Altersgerecht wurden die Gefahren im Bahnverkehr erarbeitet und angemessene Verhaltensregeln besprochen.
Wir möchten Frau Weidle an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen und uns herzlich für diese schülernahe und anschauliche Präventionsarbeit bedanken! Wir hoffen, sie auch im nächsten Jahr bei den neuen Fünftklässlern begrüßen zu dürfen.

Aus der Pressemittleilung von Frau Silke Weidle:
Wer sich im Gleisbereich aufhält, ist in tödlicher Gefahr! Dennoch gibt es immer wieder Kinder und Jugendliche, die an nicht dafür vorgesehen Stellen die Gleise überqueren, oder sich sogar längere Zeit im Gleisbereich aufhalten.
Im Rahmen der bahnpolizeilichen Präventionsarbeit war die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe, Polizeihauptmeisterin Silke Weidle, am 18. März zu Gast beim Lise-Meitner Gymnasium in Königsbach-Stein, um die fünfte Klassenstufe des Gymnasiums über die Gefahren des Bahnbetriebes aufzuklären.
Kinder und Jugendliche unterschätzen die lebensbedrohlichen Gefahren, in die sich begeben, nur allzu oft. Die Präventionsarbeit der Bundespolizei zielt in erster Linie darauf ab, die Gefahren zu erläutern, um dadurch Verständnis zu erlangen. In dem Präventionsunterricht wurde den Schülerinnen und Schülern deshalb zunächst ein kurzer Film gezeigt. Hier waren immer wieder gefährliche Verhaltensweisen wie das Überschreiten der weißen Sicherheitslinie auf dem Bahnsteig oder der unerlaubte Aufenthalt im Gleisbereich zu sehen. Anschließend wurden die verschiedenen Gefahrensituationen besprochen und Tipps für das richtige Verhalten beim Benutzen des Verkehrsmittels Eisenbahn gegeben.
Darüber hinaus wurde erläutert, dass sich Züge je nach Windrichtung und Witterung nahezu lautlos und mit hohen Geschwindigkeiten nähern und nicht ausweichen können, da sie schienengebunden sind. Durch die hohen Geschwindigkeiten und das Gewicht der Züge entstehen Bremswege von mehreren hundert Metern. Eine weitere Gefahr kann durch die Sogwirkung vorbeifahrender Züge entstehen.
Die Kinder wurden auch über die Gefahren des Bahnstroms informiert. Hier kann es durch die 15 000 Volt führende Oberleitung zu Stromüberschlägen kommen, die tödlich enden können.
Die Klassen zeigten sich sehr interessiert. Ein Schüler berichtete von einem ihm bekannten Jungen, der einen Stromschlag erlitten habe und dabei einen Arm verloren hätte. Anhand dieses Unfalls wurde ihm deutlich wie gefährlich Bahnstrom sein kann.
Eine Schülerin erzählte, dass sie täglich mit dem Zug zur Schule fahren müsse und es schon vorgekommen sei, dass ihr Zug bereits bei ihrem Eintreffen am Bahnhof, auf dem Gleis des gegenüberliegenden Bahnsteiges eingefahren wäre. Ihr war bewusst, dass sie diesen nicht mehr rechtzeitig erreichen würde, wenn sie die vorgesehene Unterführung benutzen würde. Dennoch habe sie den Zug wegfahren lassen und hätte sich nicht dazu hinreißen lassen, den direkten und lebensgefährlichen Weg über die Gleise zu nehmen.
Nach den Veranstaltungen äußerten Schüler mehrfach, dass sie es nicht verstehen könnten, wie man auf die Idee kommen könne, sich in den Gleisbereich zu begeben.
Für die Schüler war nach der Veranstaltung klar: der Aufenthalt im Gleisbereich ist verboten und lebensgefährlich!

[ 18. Apr 2016]

Seit Beginn dieser Woche befindet sich unsere Schulsozialarbeiterin Frau Rebmann im Mutterschutz und wird anschließend in Elternzeit gehen. Frau Rebmann hat uns und vor allem den betroffenen Schülerinnen und Schülern in den vergangenen fast 3 Jahren in den unterschiedlichsten Situationen sehr geholfen und sich mit ihrer freundlichen, einfühlsamen aber auch zupackenden Art
unentbehrlich gemacht. Deshalb wird sie uns an allen Ecken und Enden fehlen, sowohl als Schulsozialarbeiterin, als auch als Mensch, und wir hoffen, dass sie nach der Elternzeit wieder zurückkehren wird, um ihre hervorragende Arbeit weiterzuführen. Bis dahin wünschen wir ihr ganz herzlich alles Gute für die spannende kommende Zeit.
Die vakante Stelle der Schulsozialarbeit ist bis jetzt noch unbesetzt, aber die Suche nach einer Vertretung ist im Gange. Bei Problemfällen steht Ihnen auch unser Beratungslehrer, Herr Ruf, zur Verfügung, mit dem Sie entweder über das Sekretariat (Tel. 07232/3065100) oder per Mail (ruf.lmg@freenet.de) Kontakt aufnehmen können.

[ 18. Apr 2016]

“Der Mensch wird am Du zum Ich”, schrieb der österreichisch-israelische Religionsphilosoph Martin Buber 1923. Die Umwelt formt den Menschen durch mannigfaltige Beziehungen und ständige Resonanz. Nur durch die anderen können wir Identität erlangen, zum Ich werden. Was aber, wenn die Bilder, die wir uns von einem Menschen machen, fertig sind, ehe dieser mit seinem Ich fertig ist? Was, wenn wir unsere eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten auf ihn projizieren? Dann geht es diesem Menschen wie Andri, dem Juden, der keiner ist, aber den die anderen zum “Jud” machen. Max Frisch hat sich zeitlebens mit der Thematik der Identitätsfindung beschäftigt; in seinem 1961 verfassten Drama “Andorra” wird die Identitätsfindung zur Tragödie.
Andri ist der uneheliche Sohn des andorranischen Lehrers Can mit einer Frau aus dem feindlichen Nachbarland, in dem die sogenannten “Schwarzen” leben. Der Junge ist kein Jude; Andris Vater aber hat die Affäre aus Feigheit und Angst vor seinen Landsleuten verschwiegen und behauptet, er habe ein jüdisches Kind aus den Fängen der feindlichen “Schwarzen” gerettet. Die Andorraner konfrontieren Andri tagtäglich mit ihren Vorurteilen gegenüber dem “Jud”, machen ihm deutlich, dass er anders sei. Die Wahrheit über seine tatsächliche Herkunft, darüber, dass er gar kein Jude ist, kommt für ihn als jungen Erwachsenen zu spät. Er ist für sich selbst zu dem geworden, was die anderen für einen Juden halten und stirbt am Pfahl der “Schwarzen”. Der Vater nimmt sich das Leben und zurück bleibt Andris Halbschwester, die ihn über alles geliebt hat und der nur noch die Flucht in den Wahnsinn bleibt.
“Andri hat die Rolle als Jude angenommen und kann sie nicht mehr loslassen”, sagt Deborah und Lisa betont: “Er meint an sich selbst ´jüdische Eigenschaften´ wiederzufinden”. “Unbewusst”, so bringt es Jennifer auf den Punkt, “ist Andri zum Juden geworden”. Die drei sind Schülerinnen der Klasse 9c, die sich “Andorra” im Deutschunterricht nicht nur lesend erschließt, sondern auch die Inszenierung im Sandkorn-Fabriktheater in Karlsruhe besuchte. Die Umsetzung im Theaterstück, so sagen die Schülerinnen und Schüler einhellig, hat viele Aspekte des Dramas noch einmal deutlicher gemacht. Steffi Lackners Inszenierung ist einerseits ungemein modern – das Bühnenbild ist schwarz-weiß, die Schauspieler tragen weiße T-Shirts mit den Namen der Protagonisten, und die Demonstration stumm und hasserfüllt den Mund aufreißender Andorraner nimmt Anleihen bei Pegida. In Szenen, die im Frischs Drama nicht vorkommen, wird der Zuschauer auch mit unbewusst und alltäglich verbreiteten Vorurteilen, mit dem Stumpfsinn der Boulevardpresse und der eigenen Feigheit konfrontiert. Bei den Dialogen aber bleibt Lackner ganz nah an Max Frischs Text. “Die Fremdenfeindlichkeit der Andorraner gegenüber Ausländern und Menschen anderer Religion wird im Theaterstück noch deutlicher als im Buch”, findet Joshua. Auch Sarah, Dennis und Jule sind der Meinung, dass die Judenfeindlichkeit, aber auch die Angst der Menschen vor den “Schwarzen” auf der Bühne klarer wird. Während es im Buch nur einen “Jemand” gibt, sind es im Theater sehr viele. Ihre Rolle als vorurteilsbehaftete, schweigende Masse nimmt einen größeren Raum ein. Tatsächlich legt die Inszenierung einen Schwerpunkt auf die Darstellung rassistischer Diskriminierung im Alltag. Max Frisch dagegen ging es nach eigener Aussage nie um die Verfolgung eines Missliebigen durch die Gesellschaft, sondern um die Verdrängung eigenen Versagens und die Projektion dieser Verdrängung auf einen Menschen, der damit als Feindbild herhalten muss – und notgedrungen keine eigene Identität finden kann.
Das Theaterstück verbindet beides: die Diskriminierung Missliebiger und die Suche nach einem Sündenbock aufgrund eigener Unzulänglichkeiten. Die Brücke zur Bedeutung von Frischs Drama für das Hier und Jetzt ist für die Schülerinnen und Schüler daher auch leicht zu bauen.
“Rassismus spielt in unserer Gesellschaft wieder eine große Rolle”, meint Ben. Und Benedict stimmt ihm zu: “Da werden Asylbewerberheime abgebrannt und die AfD erzielt Wahlerfolge.”
Antje Maisch

[ 6. Apr 2016]

Über eine großzügige Spende in Höhe von 1.000 Euro freuten sich Schulleiter Herrn Westje-Bachmann, Schulsprecherin Yvonne Zimmermanns, die Lehrerinnen Frau Lampl und Frau Schröder sowie die Vorsitzende des Fördervereins Frau Dr. Zimmermanns. Bereits seit mehreren Jahren besteht eine enge Kooperation zwischen der Volksbank Wilferdingen-Keltern eG und dem Lise-Meitner-Gymnasium Königsbach, infolge derer zahlreiche Projekte durch die Volksbank unterstützt werden. Die diesjährige Spende soll für die Anschaffung einer Galerie-Aufhängung und für Rahmen zur Schulhausgestaltung verwendet werden. Mit dem restlichen Geld werden verschiedene Pausen- und Gruppenspiele für die SMV sowie eine Moderationswand angeschafft. Die Spende in Form eines symbolischen Spendenschecks überbrachte Ausbildungsleiterin Samantha Steffen und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

[ 5. Apr 2016]

Die Schüler der Trommel-AG (alle aus der 5d des LMG) sind (von links nach rechts): Victoria, Mia, Angelines, Nelly-Sophie, Henry.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier der SCHULKUNST Ausstellung konnten die 5 Schüler und Schülerinnen der Trommel-AG unter der Leitung von Herrn Daniel Awounou zwei Stücke (Dundunba und Fankani) einem großen Publikum vorstellen. Die Eröffnungsfeier wurde von vier Schülergruppen aus Pforzheim und dem Enzkreis abwechslungsreich gestaltet. Das Lise-Meitner-Gymnasium war mit einer weiteren Gruppe, den „Dienstagsmalern“ vertreten. Sie präsentierten den jüngeren Besuchern der Ausstellung zeichnerisch Begriffe, die mit großer Begeisterung erraten wurden.
Die Trommel-AG ist ein Angebot der Willy-Brandt-Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums und wird seit September 2015 angeboten. Der Unterricht findet jeweils dienstags in der 8. und 9. Stunde statt.

[ 15. Mrz 2016]

Ein spannender Samstag liegt hinter der Schulsanitätsgruppe des Lise-Meitner-Gymnasiums, die am Samstag, dem 12. März 2016 in Lauda-Königshofen am 22. Schulsanitätsturnier für erfahrene Schulsanitätsgruppen des DRK Baden-Württemberg teilgenommen hat. Dort traten 14 Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg gegeneinander an, um ihr Können in der Ersten-Hilfe unter Beweis zu stellen.
Der Wettkampf war in drei Teilbereiche gegliedert. In der Gruppenaufgabe, bei der ein Skiunfall simuliert wurde, traten Marie-Christin Hammer, Jennifer Stolla, Nikolai Fischer und Jacqueline Gunko an. Sie mussten eine bewusstlose Person und einen Verletzen mit einer Fraktur am Knie fachgerecht versorgen. Dazu durften sie als Team zusammenarbeiten und gemeinsam die bestmögliche Versorgung der Verletzten sicherstellen.
Anschließend folgte die Einzelaufgabe, die die vier Wettkämpfer jeweils alleine bestreiten mussten. Hier galt es beispielsweise eine Kopfplatzwunde oder eine Unterkühlung zu behandeln.
Bei der abschließenden Theorieaufgabe, die aus einem 30 minütigen schriftlichen Test bestand, durften Samira Kelhetter, Emma Kunzmann, Laurentin Dilli, Taran Forte und Simon Rehmann das aktive Wettkampfteam unterstützen. Die begleitenden Lehrerinnen Frau Pöhnl und Frau Schröder durften ihrem Team zwar nur zuschauen, waren aber von der Leistung ihrer Schulsanitäter sehr beeindruckt und stolz auf die Arbeit der Gruppe.
Unser Team erreichte einen guten fünften Platz und sammelte viele Erfahrungen, auch für den täglichen Einsatz am LMG. Am Nachmittag gab es dann noch interessante Fortbildungen zu den Themen Erste-Hilfe Outdoor und Menschen auf der Flucht.
Unser Dank gilt auch Mareike Kunzmann und Caroline Döttling vom DRK Ortsverein Königsbach, die uns sicher nach Lauda-Königshofen transportiert haben.
Ingrid Schröder

[ 15. Mrz 2016]

Ein weiteres Mal konnten die Schüler des LMG auf überregionaler Ebene ihr schachliches Können unter Beweis stellen. Durch die tollen Leistungen auf dem Finale des Regierungspräsidiums Karlsruhe hatten sich im Februar sowohl die Mannschaft der Fünftklässler als auch das Team der Mädchen zur Teilnahme an der badischen Schulschachmeisterschaft am 9. März in Denzlingen qualifiziert.
Für die Spieler der 5. Klassen war es natürlich schon etwas Besonderes gleich in ihrem ersten Jahr in der Schach-AG am LMG auf dem badischen Finale zu landen. Trotz solider Einzelleistungen mussten Henry Helm, Georg Richert, Kimi Kraus, Amin El Sayed und Tobias Burghard allerdings am Ende eingestehen, dass auch an anderen Schulen in Baden auf hohem Niveau Schach gespielt wird und erreichten so am Ende den sechsten Platz.
Zufriedener konnten die Mädchen (Judith Ruf, Kalina Georgieva, Maren Kallenberger und Barbara Roether) den langen Heimweg aus Südbaden antreten: nach zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen erreichten die Schülerinnen den vierten Platz und verpassten nur knapp einen der begehrten Pokale.
M. Ruf

[ 9. Mrz 2016]

„Ich kann gut zuhören und möchte mich gerne für andere einsetzen.“
So und ähnlich klang es bei der Kennenlern-Runde am ersten Ausbildungstag der neuen Streitschlichter. 34 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen des LMG kamen für einen ganzen Samstag in die Schule, weil sie Mediatoren für Mitschüler werden wollen – so viele wie noch nie!
Deshalb wurden sie zum ersten Mal parallel in zwei Gruppen unterrichtet. Dies war möglich, weil Frau Simmel und Frau Puhalla, die seit vielen Jahren die Ausbildung an unserer Schule durchführen, außer der Schulsozialarbeiterin Frau Rebmann, die zum zweiten Mal dabei ist, auch noch die neue Kollegin Frau Siebert mit ins Boot holen konnten.
So ging es am Samstag auf Ebene drei hoch her. Mit verschiedensten Methoden, immer schülerzentriert, aktionsreich und herausfordernd, vermittelten die Kolleginnen die Grundlagen der Mediation und den Aufbau eines Schlichtungsgespräches. Die Einschätzung von Konflikten und die möglichen Reaktionen darauf, aber auch das Entdecken eigener Fähigkeiten und Übungen zur Gruppenstärkung machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.
Geschafft, aber mit der einhelligen Meinung: „Das war super!“ gingen die Schülerinnen und Schüler ins „Rest-Wochenende“.
Mitte April absolvieren alle den zweiten Ausbildungsabschnitt; diesmal im Naturfreudehaus in Königsbach, wo jede Gruppe auch ein Mal übernachtet.
Angelika Simmel

[ 9. Mrz 2016]

Stürmischen Beifall und tiefe Verbeugungen gab es in der Aula des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums, nachdem die Mitglieder von Theater-Arbeitsgemeinschaft und Unterstufenchor ihre Zuschauer bei einer kurzweiligen Präsentation von ihrem Können restlos überzeugt hatten. Und das obwohl Direktor Hartmut Westje-Bachmann zu Beginn noch erklärt hatte, es sei gar nicht so einfach, vor einer großen Gruppe fremder Menschen zu stehen. Damit sich die Aufregung bei den jungen Schauspielern in Grenzen hielt, hat Theaterpädagogin Dagmar Brade schon im Oktober des zurückliegenden Jahres begonnen, mit den Sechst- und Siebtklässlern der von ihr geleiteten Theater-AG intensiv zu proben. Während es in der Vergangenheit öfter mal ernst zuging, wollte man sich dieses Jahr in humorvoller Weise einem Thema widmen, das die mitwirkenden Schüler direkt betrifft, nämlich der Pubertät und ihren bisweilen seltsamen Folgen.
„Das Thema war ein Wunsch der Kinder“, erinnert sich Brade. Allerdings seien beim gemeinsamen Brainstorming zu Beginn des Schuljahres auch die Ideen „Irrenhaus“ und „Märchen“ in die engere Auswahl gerückt. „Kein Problem“, meint Brade, denn schließlich seien Irrenhaus, Märchen und Pubertät bei genauerer Betrachtung gar nicht so weit voneinander entfernt: „Es geht immer darum, dass sich Dinge verändern und nicht mehr so sind wie vorher“. Nachdem aus den Ideen der Schüler das grobe Konzept entwickelt war, hat Brade ein ulkiges Theaterstück entworfen, das die Zuschauer in der voll besetzten Aula des Königsbacher Gymnasiums zu sehen bekamen. Und die staunten freilich nicht schlecht, als sie gleich zu Beginn erfahren mussten, dass auch die Eltern in der Märchenwelt das eine oder andere Problem mit ihren jugendlichen Zöglingen haben, die mitten in der Pubertät stecken. So hatte das verwöhnte Aschenputtel überhaupt keine Lust darauf, sich mit der Spindel zu stechen und dann hundert Jahre lang zu schlafen, den schüchternen Froschkönig ließen zahlreiche Pickel im Gesicht über sein Aussehen klagen, während dem Traumprinzen die aus seiner Sicht zu aufdringlichen Verehrerinnen ganz schön auf die Nerven gingen.
Rotkäppchen setzte mit knallgrüner Kapuze neue modische Akzente, der böse Wolf stellte sich als unverbesserlicher Macho mit weichem Kern heraus, Hänsel und Gretel verirrten sich mindestens drei Mal hoffnungslos im Wald und Rapunzel konnte ihre langen Haare nicht mehr herunterlassen, weil sie vorher zur Schere gegriffen hatte. Frau Holle – stilecht im weißen Kittel und mit Federkissen in der Hand – trat als Psychiaterin auf und brachte die Quintessenz des rund einstündigen Stücks auf den Punkt: Die Pubertät sei „die Irrenanstalt, jeder muss da mal rein“. Die rund 25 jungen Sänger des Unterstufen-Chors kommentierten das Geschehen unter der Leitung von Lena Kunzmann und von Daniel Keiner am Klavier begleitet, immer wieder mit frechen Liedern, die sie extra für das Theaterstück kreativ umgedichtet hatten. Fürs rechte Licht sorgten Max Rak, Kai Grunner und Yannick Westhauser von der Technik-AG.
Text und Fotos: Nico Roller