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[ 10. Dez 2018]

Früher oder später werden die meisten Jugendlichen mit dem Thema Rauchen konfrontiert. Daher ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler umfänglich über die gesundheitlichen Gefahren aufgeklärt sind.
Aus diesem Grund lud das Lise-Meitner-Gymnasium am 28.11.18 Herrn Dr. med. Weerawarna, Chefarzt für Innere Medizin des Siloah Klinikums Pforzheim, zu einem Aufklärungsvortrag ein.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern wurden zunächst Gründe erörtert, mit dem Rauchen zu beginnen. Im weiteren Verlauf wurden die gesundheitlichen Risiken thematisiert. Rauchen schadet unserem Körper hauptsächlich über zwei Wege. Erstens enthält eine Zigarette 43 krebserregende Stoffe, sodass Rauchen erwiesenermaßen zu Krebs führen kann. Zweitens wird unser Kreislaufsystem durch Verstopfung und Verkalkung unserer Gefäße nachhaltig geschädigt. Besonders interessant war für die Schülerinnen und Schüler, dass das Lungenvolumen ab etwa dem 20. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt. Bei Rauchern ist der Verlust des Lungenvolumens jedoch etwa zehnmal höher als bei Nichtrauchern. Im nächsten Themenblock erörterte Herr Dr. med. Weerawarna eindrucksvoll, warum es sich jederzeit lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören: Bereits 20 Minuten nach der letzten Zigarette normalisiert sich der Herzschlag und die Körpertemperatur erholt sich. Nach 48h verbessert sich der Geruchs- und Geschmackssinn, nach drei Monaten kann die Lunge fast ein Drittel mehr Sauerstoff aufnehmen, nach 9 Monaten ist der Raucherhusten vergangen und nach ca. 10 Jahren ist das Lungenkrebsrisiko wieder so niedrig wie für einen Nichtraucher. (weiterlesen …)

[ 19. Nov 2018]

Königsbacher Gymnasiasten erinnern an die Zerstörung der Synagoge (Foto: N. Roller)

Sie ließen in Berichten Zeitzeugen zu Wort kommen, gaben eine kurze Einführung in das Thema und führten einen fiktionalen, aber auf Fakten beruhenden Dialog: Schüler des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums erinnerten gestern an den 10. November 1938. An diesem Herbsttag vor rund 80 Jahren kamen SA- und SS-Männer nach Königsbach mit dem Auftrag, jüdische Wohnungen und die Synagoge zu zerstören. Mit ihrem Vorhaben trafen sie in der Bevölkerung nicht nur auf Widerstand, sondern auch auf Unterstützung. Die Juden wurden damals vor ihrem Gotteshaus zusammengetrieben und unter Gewaltandrohung dazu gezwungen, das Inventar der Synagoge zu zerstören, heilige Schriften und Einrichtungsgegenstände auf dem Platz davor zu verbrennen. In der darauffolgenden Nacht zum 11. November versuchten einige Nazi-Sympathisanten, das verwüstete Gebäude zum Einsturz zu bringen. Es gelang nicht. Später ordnete der Kreisbaumeister den Abriss der Synagoge an. Im Nachgang wurden einige Juden ins Konzentrationslager verbracht, einige wanderten aus, einige blieben in Königsbach, bis sie 1940 nach Gurs deportiert wurden.

Dass die Schüler am Ort des Geschehens, am Platz der Synagoge, von den Ereignissen berichteten, ließ das Geschilderte auf ihre Zuhörer umso eindrücklicher wirkten. Aus Platzgründen waren nur die Klassen- und Kurssprecher bei der Veranstaltung anwesend. Aber sie gingen direkt im Anschluss mit dem gesammelten Wissen und den aufgenommenen Eindrücken zurück in die Klassen, um ihren Mitschülern davon zu berichten – so, wie sie es wahrgenommen hatten. „Es soll keine Veranstaltung sein, bei der der Lehrer sagt, was man darüber zu denken hat“, erklärte Michael Kunzmann: „Wenn die Schüler von Gleichaltrigen von den Ereignissen erfahren, dann ermöglicht das einen ganz anderen Zugang zu dem Thema.“ Er hatte die elf Schüler der Kursstufe bei der Vorbereitung der Veranstaltung unterstützt. Die Schüler arbeiteten dabei multiperspektivisch, verglichen die Aussagen verschiedener Quellen miteinander und prüften sie auf Plausibilität.

Initiiert hatten die Veranstaltung die SMV und die beiden Lehrer Dietmar Aufmkolk und Katharina Ruder. Ihnen ging es darum, zum Gespräch, zur Diskussion anzuregen, eine offene Form des Gedenkens zu finden. Bei ihrer Arbeit griffen Lehrer und Schüler auf die Leistungen von Joachim Mehne zurück. Der Historiker unterrichtete früher am Königsbacher Gymnasium und begab sich in den 1990er-Jahren zusammen mit Schülern auf die Suche nach jüdischem Leben in Königsbach. Er machte Quellen ausfindig und wertete sie aus, kontaktierte Zeitzeugen und fasste die Ereignisse in Schriftform leicht verständlich zusammen. Und er sorgte dafür, dass seit 1998 eine im Boden versenkte Gedenkplatte am historischen Ort an das Bestehen der Synagoge erinnert. – Nico Roller

[ 11. Nov 2018]

Da staunten wir Lehrer und wenig später auch die Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klas-sen nicht schlecht, als uns schon bald nach dem Einschulungsgottesdienst die ersten Karten unserer Luftballon-Aktion erreichten. Die Ballons flogen zum Teil sehr weit, der Rekord lag bei 212 km.
Insgesamt wurden 23 Karten zurückgeschickt, manche mit Hinweisen über den genauen Fund-ort und mit guten Wünschen für die Zukunft.
Am vergangenen Dienstag wurden die Ergebnisse bekanntgegeben und die Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Karten. Die drei Kinder, deren Luftballons am weitesten geflogen sind, be-kamen noch ein kleines Buchgeschenk.
Bei den Finderinnen und Finder bedankten wir uns mit einem Brief und Fotos unserer Luftballon-Aktion.
Mögen „die Sorgen“ dort bleiben, wohin sie geschickt wurden! Am Lise-Meitner-Gymnasium hat-ten die „Neuen“ jedenfalls einen guten Start und blicken frohgemut in ihre (schulische) Zukunft.
Andrea Bischoff

[ 17. Okt 2018]

Auf Einladung der Fachschaften GK und Geographie referierte der im Gazastreifen geborene Referent Zaki Alsaadawi über den Nahostkonflikt aus der Sicht eines Betroffenen. Seine Bilanz fällt ernüchternd, jedoch nicht hoffnungslos aus.
Im Rahmen des Integrativen Moduls wählen seit Jahren die Fachschaften Gemeinschaftskunde und Geographie einen gemeinsamen Unterrichtsschwerpunkt. Für die zehnten Klassen liegt dieser bei der Internationalen Politik – genauer: auf einem Konflikt, der auch geographische bzw. geostrategische Implikationen trägt. Leider konnte der diesbezügliche Gastvortrag Herrn Alsaadawis wegen einer Terminkollision des Referenten nicht, wie geplant, im Juni stattfinden. Er wurde nun für die jetzige Kursstufe 1 nachgeholt.
Am Freitag, den 12. Oktober 2018, versammelte sich die gesamte Kursstufe 1,die Neigungsfächer Geschichte sowie Gemeinschaftskunde aus der Kursstufe 2 und einige weitere interessierte Schüler in der Mensa, um den Vortrag des Gastreferenten zu hören. Allein die Tatsache, dass über hundert Schüler zwei Schulstunden lang aufmerksam zuhörten und zum Abschluss aktiv nachfragten und diskutierten, offenbart, dass Herr Alsaadawi seine Zuhörer erreichen konnte.
Zaki Alsaadawi wurde in Rafah, im Süden des von Palästinensern bewohnten Gazastreifens geboren. Nach dem Abitur, mit zwanzig Jahren, gelang ihm 2002 die Flucht nach Deutschland – im Zuge einer von Israel erteilten Sondererlaubnis zur Ausreise für pilgernde Muslime. Beeindruckt waren die Schüler, als Alsaadawi zunächst seine „Tarnmaßnahmen“ (Kleidung als Pilger) schilderte, die ihm die Ausreise überhaupt ermöglichten, und anschließend seine ersten Eindrücke aus Deutschland: „Ein Kommilitone wollte mich mitnehmen nach Frankreich, um dort einzukaufen. Das war unvorstellbar für mich: Wie könnte ich ohne Kontrollen und Wartezeiten, ohne ein Visum, ohne Soldaten zu sehen in ein anderes Land reisen?“. Derartiges sei im Gazastreifen selbst bei der Fahrt vom Wohn- zum Studienort unvorstellbar. Unter anderem diese israelischen Schikanen bewegten Alsaadawi letztlich dazu, seine Heimat zu verlassen.
In seinem ansprechend aufbereiteten Vortrag ging der Referent zunächst auf die historische Genese des Konflikts ein und skizzierte die Besiedlung des Heiligen Landes bis weit vor Christi Geburt. So wurde den Schülern ersichtlich, dass verschiedene Kulturen und Nationen einen Anspruch auf das heutige Gebiet Israels erhoben und dass auch Großbritannien mit einem doppelten, widersprüchlichen Versprechen zur Staatsgründung an arabische Muslime und europäische Juden zur Entstehung des bis heute andauernden Konflikts beitrug. Auch die Zweiteilung des Palästinensergebiets in Gazastreifen (Mittelmeer) und Westjordanland (Osten) konnte so erklärt werden. (weiterlesen …)

[ 8. Okt 2018]

Spendenübergabe mit (v.l.) Hartmut Westje-Bachmann, Dominique Schünhof, Vincenzo Termini, Britta Beckmann, Annika Nassal, Tobias Kühner, Sabine Tölke-Rückert, Yacouba Siribié, Maja Krießler und Katharina Ruder. (rol)

Mehr als 4000 Euro haben die Schüler des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums gespendet, verteilt auf zwei Projekte: Die eine Hälfte des Geldes geht direkt an die Kinder in dem im Südwesten Burkina Fasos gelegenen Dorf Kolokolo und hilft dabei, ihnen eine warme Mahlzeit am Tag zu ermöglichen. Außerdem soll sie dort einen Beitrag zum geplanten Austausch der Akkus der schuleigenen Solaranlage leisten. Die andere Hälfte des Geldes spenden die Königsbacher Schüler an den Förderverein ihres Gymnasiums, der damit die Medienausstattung des Schulgebäudes verbessern will. Durch die Spende der Schüler und die finanzielle Unterstützung des Schulverbands, kann im Lauf des vor kurzem begonnenen Schuljahres ein vierter Medienraum eingerichtet werden. Das Geld hatten die Schüler Ende Juli bei ihrem „Fest der Kulturen“ gesammelt. Mehr als 800 Schüler in knapp 30 Klassen und Kursen hatten sich damals an dem unter dem Motto „Offen sein für alles und jeden“ stehenden Projekt beteiligt. Jede Klasse, jeder Kurs hatte sich ein Land ausgesucht und dazu etwas Passendes vorbereitet. Zahlreiche Gäste besuchten das lange im Voraus geplante Fest.
Nico Roller

[ 17. Sep 2018]

105 neue Fünftklässler wurden am Dienstag, den 11.09.2018, in die Schulgemeinschaft des Lise-Meitner-Gymnasiums aufgenommen. Die Einschulung begann wie jedes Jahr mit einem von den Religionslehrerinnen und Religionslehrern gestalteten Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Königsbach. Dieses Jahr ging es darum, sich Gott auch im neuen Lebensabschnitt anzuvertrauen, Sorgen loszulassen und neu anzufangen. Sinnbildlich dazu konnten alle Fünftklässler im Anschluss an den Gottesdienst Luftballons in den Himmel steigen lassen. Da an den Luftballons kleine Kärtchen befestigt waren mit der Bitte um Rücksendung, sind wir gespannt darauf, wie weit die Luftballons geflogen sind. Ein Kärtchen wurde bereits aus Bad Urach zu uns zurückgeschickt!
(D. Aufmkolk)

[ 26. Jul 2018]

Foto: N. Roller

Kleine Flöße selber bauen, Hockey spielen, Fahrrad fahren, Fotos schießen, sich Henna-Tattoos auftragen lassen und ihr Glück am Schießstand, beim Darts und beim Dosenwerfen versuchen – all das konnten die Besucher beim „Fest der Kulturen“ am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium tun. Die ganze Schule war auf den Beinen. Mehr als 800 Schüler in knapp 30 Klassen und Kursen beteiligten sich. Jede Klasse, jeder Kurs hatte sich ein Land ausgesucht und dazu etwas Passendes vorbereitet. Ausstellungen wurden gezeigt, Theaterstücke und Kostümschauen. „Offen sein für alles und jeden“, das sei die Botschaft des Festes, erklärten Annika Nassal und Maja Krießler. Die beiden Schülerinnen gehören zur Schülermitverantwortung (SMV), die die Veranstaltung zusammen mit den Verbindungslehrern Britta Beckmann und Katharina Ruder organisiert hatte. Schon vor einem Jahr hatten sie damit angefangen. Viel Arbeit sei das gewesen, sagte Annika, „aber ich denke, es lohnt sich“. Richtig cool sei die Atmosphäre, „alle ziehen an einem Strang“.

Die Hälfte des Erlöses spenden die Pennäler für ein soziales Projekt in Burkina Faso, das Kindern den Schulbesuch und ein warmes Mittagessen ermöglicht. Die andere Hälfte geht an den Förderverein, der damit die Medienausstattung der Schule verbessern will. Seit Donnerstag bereiteten sich Schüler und Lehrer in ihren Klassen auf das Fest vor. Die Klasse 8a zum Beispiel gestaltete eine kleine Ausstellung zu Neuseeland. Darin erfuhr man auch, was „Haka“ ist: ein Kriegstanz. „Das lernen die Neuseeländer schon im Kindergarten“, erklärte Victoria (13). Sie weiß das, weil Freunde ihres Vaters früher in Neuseeland gelebt haben. Ein Stockwerk tiefer verteilte Lehrer Manuel Schaupp kleine Matten und Platten aus geröstetem Seetang an seine Schüler, die sich Südkorea ausgesucht hatten. „Ihr solltet nicht zu viel Reis auftragen“, sagte er. Denn sonst hätte das vegetarische Sushi nicht geschmeckt, das die Schüler mit Karotten, Gurken, Paprika, Avocado und Zucchini zubereiteten.

Im Kunstraum entstand bei der Klasse 10d aus einer großen Sperrholzplatte eine Fotowand zum Thema Jamaika. Eine, die am Montag auf dem Schulhof stand und durch die man seinen Kopf stecken konnte. Die 6a präsentierte traditionelle japanische Kleidung. Und die 7a hatte verschiedene Dips zubereitet, die gut auf Fladenbrot schmeckten. „Es gibt Mango-Curry, Banane-Curry und Tomate-Kichererbse“, erklärte Lena (12). Überhaupt musste beim „Fest der Kulturen“ keiner hungrig bleiben: Es gab Paella, Tiramisu, Softeis, Milchshakes, einen Schokobrunnen, Smoothies, Weißwurst, Pancakes, Chilli con Carne, Cocktails und Gyros.
– Nico Roller

[ 16. Jul 2018]

Für Rahmen und Galerieschienen sollen die 500 Euro verwendet werden, die (v.l.) Sparkassen-Filialdirektor Viktor Jeske an die Schulleiter Hartmut Westje-Bachmann und Marc Rudolf übergibt. (rol)

Über eine Spende der Sparkasse in Höhe von 500 Euro freut man sich am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium. Das Geld soll zur Anschaffung von Pinnwänden, Galerieschienen und Rahmen verwendet werden. Mit Nylonschnüren können die in den Rahmen befindlichen Bilder von der unter der Decke angebrachten Schiene aus an die Wände des Schulhauses gehängt werden, ohne Nägel oder Klebestreifen verwenden zu müssen. In den Rahmen sollen vor allem Arbeiten der Schüler gezeigt werden, die im Kunstunterricht entstanden sind. – rol

[ 9. Jul 2018]

Foto: N. Roller

Flotte Tänze, humorvolle Spiele, selbstgedrehte Videos, handgemachte Musik und ganz viele lobende Worte: Die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums feierten ihren Schulabschluss – nicht alleine, sondern mit zahlreichen Gästen in der voll besetzten Remchinger Kulturhalle. 89 Schüler haben ihr Abitur bestanden mit einem Durchschnitt von 2,4. Acht Jahre hatten sie gemeinsam die Schulbank gedrückt und dabei Vieles gelernt. „Ein wichtiger Lebensabschnitt ist nun gemeistert, doch eigentlich ist dieses Ende erst der Anfang“, sagte Samuel Oechsler, der die Rede für die Abiturienten hielt und dabei zurückblickte auf den ersten Schultag in der fünften Klasse, auf das Skilandheim, den Unterricht und die Studienfahrten. Nun beginne der nächste Schritt. „Ob Studium, Ausbildung, Weltreise oder ein freiwilliges soziales Jahr: Es ist Zeit, den Blick wieder nach vorn zu richten und die Zusammenhänge erst einmal außer Acht zu lassen, zu schauen, wo das Leben einen hintreibt und vielleicht erst einmal herauszufinden: Was will ich eigentlich wirklich?“

Er dankte Lehrern, Eltern und allen anderen, von denen die Abiturienten Unterstützung erfahren haben. „Es liegt nun also an uns, das Quäntchen Verrücktheit, das in jedem von uns steckt, nie zu verlieren, neugierig zu bleiben und, wenn auch nur im Kleinen, die Welt zu verändern.“ Hartmut Westje-Bachmann gab seinen Schülern dafür ein paar Gedanken mit auf den Weg. „Schätzt die Fakten und das Lernen nicht gering“, appellierte der Direktor. „Lasst Euch nicht einreden, das Faktenlernen, das Sprachenlernen sei etwas nur für die Schule und das meiste sei jetzt für Euren angestrebten Beruf überflüssig.“ Stattdessen forderte er die Abiturienten auf, sich für viele Bereiche zu interessieren und Wissen zu sammeln, „das Euch hilft, zu erkennen, wenn etwas nach Fake News aussieht, wenn jemand Euch Verschwörungstheorien unterbreitet, wenn Euch jemand manipulieren will“. Die Wahrscheinlichkeit sei gering, dass eine Person oder Gruppe als einzige die richtigen Fakten gefunden habe. „Ich hoffe, dass Ihr aus Eurer Schulzeit gelernt habt, neuen Meinungen und Erkenntnissen offen gegenüberzustehen“, so Westje-Bachmann. Denn Fakten könnten veralten, sich weiterentwickeln und in anderen Zusammenhängen neu interpretiert werden. „Misstraut allen, die sich ihrer Meinung hundertprozentig sicher sind und keine andere Meinung dulden, die Kompromisse ablehnen oder gar allen anderen Lügen unterstellen.“

Der Direktor betonte: Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Verantwortungsbewusstsein seien wichtige Grundlagen für ein gutes Miteinander. „Das Denken an andere, das Loben und Danken sind viel wichtiger als die Frage, was die anderen vielleicht über Euch denken, auch wenn Instagram und Co einen immer stärker in diese Richtung drängen.“ Er gratulierte den Abiturienten zu ihrem Erfolg. Die zeigten anschließend flotte Tänze und selbstgedrehte Videos. Ihre Lehrer brachten sie nicht nur mit kniffligen Spielen ins Schwitzen, sondern überreichten ihnen auch Geschenke. Band und Chor gaben Schmissiges zum Besten, Emma Kunzmann und Debora Neudeck sangen im Duett. Durch den Abend führten Jacqueline Gunko und Niklas Vogt. – Nico Roller

[ 3. Jul 2018]

Gerade im Fach Gemeinschaftskunde ist das Ziel, möglichst häufige und aktuelle Bezüge zwischen dem Unterrichtsstoff und der Tagespolitik herzustellen. Doch in diesem Jahr wunderten sich Lehrer wie Schüler ein ums andere Mal. Während die Schüler sich fragten, wie die Gesetzgebung in der EU abläuft, welches EU-Organ welche Kompetenzen besitzt oder woher und wohin sich die EU entwickelt(e), waren in der Öffentlichkeit ganz andere Fragen zu vernehmen: Wie sehr hindern Brüsseler Beschlüsse nationale Entscheidungen? Wären nationale Einzellösungen nicht tragfähiger als Konsensversuche? Oder kurz: Wie lange wird dieses Europa noch bestehen?
Exakt zum Zeitpunkt unserer Exkursion stritt zudem die Regierung darüber, ob die Zurückweisung bestimmter Asylsuchender an den deutschen Grenzen oder eine europäische Lösung dieses Problems besser sei – worüber sie in eine handfeste Regierungskrise geraten war.
Solchermaßen aufgerüttelt reisten am Montag, den 2. Juli 2018 alle zehnten Klassen des Lise-Meitner-Gymnasiums in Begleitung der Fachschaft Gemeinschaftskunde (vertreten durch Hr. Aufmkolk, Hr. Neckel, Fr. Hauenstein, Fr. Korkmaz und Hr. Kunzmann) und verstärkt durch Fr. Ruder, Fr. Hemmel sowie Hr. Bauer ins Europäische Parlament nach Straßburg.
Auf Einladung des Europaabgeordneten Daniel Caspary (CDU) erwartete uns zunächst ein Impulsfilm im brandneuen 360°-Kino des Parlaments sowie ein Gang durch das ebenso neue „Parlamentarium“. Hier konnten manche Unterrichtsinhalte, wie beispielsweise die Gesetzgebung in der EU, interaktiv vertieft werden.
Im Anschluss nahm sich Herr Caspary Zeit für eine Fragerunde mit den Schülern. Nach seiner Entschuldigung, er komme gerade von der Präsidiumssitzung seiner Partei und sei stark in den aktuellen Streit mit der Schwesterpartei eingebunden, war die Frage nach dem aktuellen Stand in Berlin natürlich brennend interessant. Leider wich Herr Caspary einer klaren Antwort wortgewandt aus. Also leider kein „Insider-Wissen“ für unsere Zehner…
Im Anschluss ließen die Lise-Meitner-Gymnasiasten jedoch nicht locker und befragten den Abgeordneten intensiv zu seiner Position zur Flüchtlingsfrage, dem neuen europäischen Urheberrecht und anderen Themenfeldern. (weiterlesen …)