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[ 15. Jan 2020]

Um Ihnen die Gelegenheit zu geben, sich ein genaueres Bild vom Bildungsangebot und den Wahlmöglichkeiten am Lise-Meitner-Gymnasium zu machen, laden wir Sie zu einem Informationsabend am Dienstag, 11. Februar 2020, um 19.00 Uhr in unsere Aula herzlich ein.

Wir wollen Ihnen bei dieser Gelegenheit die verschiedenen Angebote näher vorstellen. Im Einzelnen werden wir Sie u. a. informieren über

  • G8 und G9 am Lise-Meitner-Gymnasium
  • die zur Wahl stehenden Profile, u.a. IMP
  • den bilingualen Zug mit internationalem Abitur
  • die Streicherklasse und
  • weitere Angebote, wie die „offene“ Ganztagesschule oder die Mensa.

Im Anschluss stehen wir Ihnen auch sehr gerne für Fragen zur Verfügung.
Um 18.00 Uhr und 18.15 Uhr können Sie bei einem Rundgang das Schulgebäude kennen lernen. Für die Kinder bieten wir von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr während der Informationsveranstaltung in unseren Fachräumen Einblicke in das Arbeiten in den Naturwissenschaften und in anderen Bereichen.
Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Kinder zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Westje-Bachmann
Schulleiter

[ 15. Jan 2020]

Herzliche Einladung zum Theaterabend der Unterstufen-Theater AG des Lise-Meitner-Gymnasiums am Donnerstag, 06. Februar um 19.30 Uhr in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums.
Dieses Jahr spielt die Theater-AG, unter der Leitung der Regisseurin und Theaterpädagogin Dagmar Brade, ein selbst entwickeltes Stück, in dem das aktuelle Klima-Thema in ein Märchen verpackt wurde: „Märchenstunde ???“
Unterstützt werden die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler durch die Technik-AG, die für das richtige Licht und den Ton sorgen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

[ 15. Jan 2020]

Wie geht man mit einer Person um, welche einen Herzinfarkt erleidet? Wann bringt man einen Verletzten in die stabile Seitenlage? Wie erfolgt eine kardiopulmonale Reanimation?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b des Lise-Meitner-Gymnasiums über mehrere Wochen im Biologieunterricht. Im Rahmen einer Einheit zum Herz-Kreislauf-System des Menschen haben die Achtklässler diverse notfallmedizinische Maßnahmen kennengelernt, eingeübt und in Erklärvideos zu einem Klassenfilm verarbeitet. Zum Abschluss bot sich deshalb an, Einblicke ins Berufsbild des Rettungs- bzw. Notfallsanitäters zu erhalten.
So bekam die Klasse am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien Besuch von Tamara Zentner. Die ehemalige LMG-Schülerin arbeitet bereits seit einigen Jahren als Rettungssanitäterin beim Deutschen Roten Kreuz in Pforzheim und konnte somit einiges aus ihrer Berufserfahrung berichten. Doch zunächst zeigte sie den mitgebrachten Rettungswagen und erläuterte die darin befindlichen medizinischen Geräte. Der Absaugpumpe, der Beatmungsanlage, dem EKG und natürlich der Trage wurde besondere Beachtung geschenkt. Außerordentlich angetan waren die Schülerinnen und Schüler übrigens vom Blaulicht – allerdings nicht der Signalleuchte auf dem Dach des Autos, sondern dem Traumalicht im Patientenraum. Es ermöglicht einen besonders reizarmen Transport ins Krankenhaus, welcher unter anderem bei Epilepsie-Patienten von Relevanz ist. (weiterlesen …)

[ 13. Jan 2020]

Liebe Freunde und Mitglieder des Fördervereins am Lise-Meitner-Gymnasium,

ich möchte Sie herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 13. Februar 2019 um 19 Uhr in der Mensa des Gymnasiums einladen.
Die Mitgliederversammlung ist öffentlich. Alle interessierten Mitglieder sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Anträge aus den Reihen der Mitglieder bitte ich vorab an den Vorstand (über Frau Bischoff oder Frau Kopp – Sekretariat LMG oder per Mail an meinig@web.de) zu richten.
Wir werden folgende Tagesordnung haben:

  1. Begrüßung und Bericht des Vorstandes
  2. Bericht des Kassenwartes
  3. Entlastung des Vorstandes und des Kassenwartes
  4. Ausblick und Planungen für 2020
  5. Sonstiges

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer!

Kerstin Meinig und Dominique Schünhoffür den Vorstand des Fördervereins am Lise-Meitner-Gymnasium

[ 13. Jan 2020]

Dieser Ruf hallte aufgeregt durch den Eingangsbereich der Schule, als die ersten Autos vorfuhren.
Gespannt hatten wir am Eingang der Schule auf die Ankunft unserer britischen Austauschpartner gewartet.
Vom 11. bis zum 17. Dezember 2019 fand der 6. Gegenaustausch mit der Gordon’s
School statt.
Alle Schüler hatten sich seit Juli 2019 auf den Gegenbesuch gefreut und schon viel geplant.
Nach einer kleinen Willkommensrede, vielen Umarmungen und strahlenden Gesichtern, ging es für die Engländer nach Hause zu den Gastfamilien.
Doch vor dem Vergnügen kam erst die Arbeit. So verbrachten wir gemeinsam mit ihnen den Donnerstag und Freitag noch in der Schule und unsere Austauschschüler tauchten in unseren Schulalltag ein. Das frühe Aufstehen sorgte auf Seiten der Gäste für wenig Begeisterung, doch sie waren erstaunt und freuten sich, dass der Unterricht bereits um 13:00 Uhr zu Ende war, da dieser in der Gordon´s School bis zum Abend geht. Am Donnerstag hielt Herr Westje-Bachmann eine von Herzen kommende Rede und verpackte auf eine humorvolle Weise das Thema Brexit und die Wichtigkeit, internationale Freundschaften zu knüpfen und aufrecht zu erhalten, indem man „Brücken über den Ärmelkanal schlägt“.
Das Wochenende verbrachten die Engländer in den Familien und es standen schöne Punkte auf dem Programm, wie beispielsweise Besuche auf Weihnachtsmärkten, Plätzchen backen, Konzerte, Ausflüge in den Schwarzwald und umliegende Städte. Die Freundschaften wurden in dieser Woche vertieft. Wir versuchten, unseren Austauschpartnern unsere Kultur und die kulinarischen Genüsslichkeiten nahe zu bringen.Spezialitäten wie Sauerkraut, „Striebele“ und Schnitzel fanden viel Gefallen.
Mit der Bahn ging es am Montagmorgen nach Heidelberg, um nach einer informativen Schlossführung über Aberglauben und mittelalterliche Hygiene noch über den Weihnachtsmarkt in der Altstadt zu schlendern. In England sind Weihnachtsmärkte nicht sehr verbreitet und so genossen die Engländer den Weihnachtsflair inmitten von winterlich geschmückten Ständen.
Abends gab es als Abschluss ein gemeinsames Abendessen in der Pizzeria „Cavallino“ in Königsbach, um mit Pizza und Pasta den letzten Abend ausklingen zu lassen. (weiterlesen …)

[ 19. Dez 2019]

Wir schreiben das Jahr 2019. Der Vorlesewettbewerb, der 1959 aus der Taufe gehoben wurde, feiert seine 61. Runde in seinem erfolgreichen Bestehen
Stille legt sich tatsächlich recht flott über den soeben noch unter dem mannigfachen, von über hundert Sechstklässlern des Lise-Meitner-Gymnasiums erzeugten Stimmen- und Gelächter-Gewirrs vibrierenden Saal. Eine äußerlich gar nicht so große Person ist der Grund für diesen Zauber des Lärmpegelhinwegfegens: Angelika Simmel. Sie ist eine nicht wegzudenkende, engagierte und ebenso unermüdliche Initiatorin und Organisationsgröße des Vorlesewettbewerbs in der Schule. So eben auch in diesem Jahr.
Sie geht nun zum Mikrophon, um auch in diesem Jahr die vorab „erlesenen“ Klassensieger der vier sechsten Klassen des LMG für die heutige, nächste Runde des landesweiten Vorlesewettbewerbs mit den jeweiligen Auszügen ihrer Lieblingsgeschichten antreten zu lassen. in den nächsten zwei Schulstunden wird dieser sowohl von den zuhörenden Schülern der sechsten Klassen als auch von einigen Lehrern der schulansässigen Deutsch-Zunft und auch dem Herrn Direktor, Herrn Westje, mit Spannung erwartet und verfolgt.
Es ist nicht nur der traditionsreichste, sondern auch der größte Lesewettstreit – der Vorlesewettbewerb, der von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgelobt wird. Und das Geburtstagskind darf sich zu seinem 61.sten durchaus berechtigt feiern lassen, trägt es doch einen erheblichen und zudem noch Spaß machenden Teil zur Leseförderung bei. Dem VORlesen kommt dabei noch eine besondere Bedeutung zu. Diese besteht keineswegs nur in dem Genuss für potenzielle Zuhörer, sondern vor allem in Form der Stärkung des Vorlesenden in mehrfacher Hinsicht. Selbst der Förderung von Sozialkompetenz kommt das laute, das Vor-Lesen zugute!
„Lesen ist nicht nur Grundlage aller Bildung. Gutes Vorlesen ist zudem vor allem Kopfarbeit.“ (Rufus Beck, Schauspieler und genialer Vorleser u.a. aller sieben Harry-Potter-Romane). Sicher können das Moritz Pöhnl, Johanna Friess, Viktoria Ignatova und Chantal Richert, jeweilige Vorlese-Klassensieger der Klassen 6a -d, bestätigen. Und trotz Aufregung und erhöhtem Adrenalin-Spiegel haben die vier bravourös bewiesen, dass sie genau das können. Nämlich konzentriert lesen mit Köpfchen.
Gelesen wurde im spannungsvoll-stillen Auditorium aus Cornelia Funkes „Tintenherz“, aus Chris Bradfords „Superbodyguard“ und aus „Alabama Moon“ von Watt Key. Der den Teilnehmern bis dahin unbekannte Fremdtext war ein Stück aus dem Jugendroman „Louisa“ ( Frauke Scheunemann). Schöne Texte, effektvoll vorgetragen. Selbst als Erwachsene möchte man sofort in die nächste Buchhandlung eilen, um sich diese Bücher selbst anzuschaffen und sie eines Abends einfach zu verschlingen.
Wieder einmal hatte es die Jury schwer…! Aber es musste sein! Wir beglückwünschen alle vier wunderbaren Vorleser zu ihren wohlverdienten Preisen, und im Besonderen Chantal Richert aus der 6d, die wir zur ersten Siegerin dieses Schulentscheides erwählt haben und wünschen ihr für die nächsten Runden auf den nächsthöheren Ebenen alles Gute! Gewonnen hat sie ja schon! So wie alle, die lesen!

[ 19. Dez 2019]

„Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind, auf die …… „
Und plötzlich ist das Jahr fast vorbei und Weihnachten steht mal wieder vor der Tür. Da werden noch diverse weihnachtliche Dekorationsartikel gebraucht, der Adventskranz ist noch nicht gebunden, die Weihnachtsbäckerei wurde noch nicht eröffnet und eine besinnliche Stimmung ist im Alltagsstress auch noch nicht aufgekommen. Da fand der Weihnachtsbazar des Lise-Meitner-Gymnasiums am Freitag vor dem ersten Advent gerade zur richtigen Zeit statt. Die Schulleitung lud zusammen mit der Schülermitverantwortung (SMV) zu einem nachhaltigen und umweltbewussten Weihnachtsbazar in das Schulgebäude in Königsbach-Stein ein. Der Schwerpunkt des Weihnachtsbazars entspricht zum einen dem diesjährigen Schulmotto – „Wir sorgen für ein gutes Klima in unseren Klassen, in unserer Schule und darüber hinaus!“ – und entspricht zum anderen ausdrücklich dem Wunsch der SMV und des Kollegiums die Zukunft und Gegenwart nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch im Alltag klimafreundlich zu gestalten. Auf dem „Weihnachtsmarkt“ in der Aula luden die Klassen die Besucher zum Schmökern und Probieren ein. Viele wurden bei besinnlicher Beleuchtung und stimmungsvoller Musikbegleitung durch den Pianisten Froilan Kleboth und ein Streich-Quintett fündig, sodass die Taschen mit perlenverzierten Drahtsternen, Marmeladen, recylten Tetrapacks und weiteren Leckereien und Dekorationen gefüllt wurden.
Zwei Klassen sollen hierbei extra erwähnt werden. Die Klasse 5b, die ihren Stand am schönsten aufgebaut und geschmückt hat, sodass sogar ein ganzes Klassenzimmer im Weihnachtszauber erstrahlte, sowie die Klasse 5d, die über 700€ für den guten Zweck eingenommen hat. Beide Klassen wurden von der SMV prämiert und erhalten eine kleine Aufmerksamkeit für ihren Einsatz. Wer erfolgreich durch die Marktstände gebummelt ist, hatte sich daraufhin eine Stärkung verdient. In der Mensa boten die zehnten Klassen eine große Auswahl an warmen, kalten, süßen wie herzhaften Speisen an. Ergänzt wurde dieses kulinarische Angebot durch einen Erfrischungsstand der Kursstufe, weitere Crêpes- und Waffelstände mit Punschverkauf oder heißer Schokolade an mehreren Ecken des Schulhauses. Wem dann noch das absolute Weihnachtsmarktfeeling fehlte, der konnte am Neubau gebrannte Mandeln, an der frischen Luft Schupfnudeln und beim Förderverein Glühwein verköstigen oder einfach ein Bild mit dem schuleigenen Weihnachtsmann machen. Falls sich daraufhin das schlechte Gewissen meldete, konnten die Kalorien sofort beim Dosenwerfen und Sackhüpfen abgebaut werden oder durch geschickte Fingerübungen beim Loseöffnen zumindest vergessen werden.
Doch nicht nur für das leibliche Wohl wurde am Abend des Weihnachtsbazars gesorgt, sondern auch die Unterhaltung und das Kulturelle kamen nicht zu kurz. Ob bei Vorlesestunden, beim weihnachtlichen Musizieren, bei den Chören oder bei den Theaterstücken, zeigten die Schüler1 ihre Künste und Talente. Wer dann selbst kreativ werden wollte, konnte sich beim Basteln für Jung und Alt und bei Fingermalereien austoben oder sich selbst als Leinwand beim Kinderschminken anbieten.
Jung und Alt, das trifft auch auf den gesamten Weihnachtsbazar zu. Das Schulhaus war gefüllt mit Schülern und deren Familien, mit Ehemaligen der Schülerschaft und des Kollegiums und mit den Personen, die den Schulalltag gestalten und stemmen, sodass eine freudige Atmosphäre in allen Ebenen vorzufinden war. Die drei Stunden des Weihnachtsbazares gingen vorbei wie im Fluge und die Einnahmen übertrafen alle Erwartungen. Es kamen bemerkenswerte und erfreuliche 5000€ für Spenden an zwei Organisationen zusammen. (weiterlesen …)

[ 11. Nov 2019]

Kinder und Jugendliche sind heute oft verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt, häufig allerdings ohne diese als solche zu erkennen. Sie erleben verbale oder körperliche Grenzverletzungen auch durch Gleichaltrige in Schule, Freizeit oder im Alltag. Gefahren im Internet und durch Smartphones nehmen zu.
Daher wird es immer wichtiger, Jugendliche für Grenzen zwischen Menschen und grenzverletzende Situationen zu sensibilisieren, damit sie sich diesen bestimmt entgegenstellen können.
Zu diesem Zweck fanden in der Woche vom 4. – 8. November vier Präventionsveranstaltungen unter der Leitung der Beratungsstelle Lilith e.V. aus Pforzheim für die 9. Klassen des Lise-Meitner Gymnasiums statt. Lilith e.V. ist eine Anlaufstelle speziell für Mädchen und Jungen zum Schutz vor sexueller Gewalt.
Vorrangiges Ziel der Veranstaltung war es, durch Aufklärung frühzeitig Grenzverletzungen als solche zu erkennen und den Jugendlichen konkrete Hilfen für solche Situationen an die Hand zu geben.
Dazu wurde zunächst der Begriff sexuelle Gewalt thematisiert. Die Funktion von Grenzen zum Schutz für jeden Einzelnen und die verschiedenen Formen von grenzverletzendem Verhalten wie erzwungene Berührungen, Worte, Bilder, Gesten oder Blicke wurden erörtert. Fast alle diese Formen von Grenzverletzungen kommen sowohl in der realen Welt, als auch virtuell vor und haben immer mit dem Körper zu tun. Daher geht es vor allem um den Schutz körperlicher Grenzen. (weiterlesen …)

[ 7. Nov 2019]

Pünktlich zum Weltreanimationstag am 16. Oktober wurden auch unsere Schulsanitäter wieder zu lebensrettenden Löwen. Im Rahmen der Schulsanitäts-AG übten 20 Schülerinnen und Schüler die vereinfachte Reanimation, die aus der Prüfung der lebenswichtigen Funktionen, dem Notruf und der Herzdruckmassage besteht. Mit Hilfe von 15 Übungsmodellen aus dem Programm „Löwen retten Leben“, eine Initiative u.a. vom Kultusministerium Baden-Württemberg und dem DRK-Landesverband, festigten die Sanis ihr schon vorhandenes Wissen zum Thema Wiederbelebung. Das Ziel von „Löwen retten Leben“ und dem Weltreanimationstag ist es, Wiederbelebungsmaßnahmen in den Unterricht zu integrieren, um Schüler für das Thema zu sensibilisieren und die Überlebenswahrscheinlichkeit bei plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen. Der plötzliche Herztod ist mit geschätzten 100.000 Menschen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wird die Wiederbelebung schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen, so verbessert sich die Überlebensrate um das Zwei- bis Dreifache. Unsere Schulsanitäter tragen somit dazu bei, die leider niedrige Zahl von 18 Prozent der Deutschen, die im Ernstfall helfen, zu erhöhen (www.reanimationsregister.de).
– Sarah Kurtz, Eva Astor

[ 5. Nov 2019]

Mit dem Alterssimulationsanzug fällt es Tom schwer, Geld aus dem Portemonnaie zu holen. Martin Kunzmann, Katja Mast, Natalie Schote und Bianca Stölzle von der Rentenversicherung helfen ihm. (rol)

Timon (15) und Tom (14) sind nicht unglücklich, als sie den schweren Alterssimulationsanzug wieder ablegen dürfen. Mit ihm haben die beiden Schüler bei einer Aktion der Deutschen Rentenversicherung am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr voll mitmacht. Eine ganz neue Erfahrung sei das gewesen, sagt Timon, der 40 Kilogramm zusätzliches Gewicht mit sich herumschleppen musste. Liegestützte wurden da für ihn zu einer großen Herausforderung. „Selbst das Laufen ist mir schwergefallen, da hat man jeden Schritt gemerkt“, meint der 15-Jährige. Tom konnte in seinem Anzug Arme und Beine nicht richtig bewegen. Seine Sicht war eingeschränkt. Trotzdem versuchte er, Zeitung zu lesen und Kleingeld aus einem Portemonnaie heraus zu kramen. „Es war schon krass, das zu erleben.“

Mit Hilfe des Alterssimulationsanzugs wollte die Deutsche Rentenversicherung den Schülern des Königsbacher Gymnasiums zeigen, wie schwer es sein kann, Dinge im Alter zu meistern. Um so wichtiger ist es, rechtzeitig für das Alter vorzusorgen und sich schon früh um die Rente zu kümmern. Ein Thema, das Jugendliche und junge Erwachsene oft noch nicht auf dem Schirm haben. Auch Timon und Tom haben sich noch nicht näher damit befasst. Aber sie wissen: „Das Thema ist schon wichtig, man sollte es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.“ Zusammen mit ihren Mitschülern erfahren die beiden einen Vormittag lang, wie die Rentenversicherung funktioniert und warum eine zusätzliche private Vorsorge nie schadet. Auch Katja Mast (SPD) und Martin Kunzmann geben den Schülern Tipps zum Thema Rente und stehen ihnen Rede und Antwort.

Beide kennen sich mit dem Thema bestens aus: Kunzmann, weil er Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und zugleich Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung in Baden-Württemberg ist. Und Mast, weil sie sich im Bundestag seit vielen Jahren mit den Thema Rente befasst und aktuell Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung ist. Sie erklärt den Schülern: Weltweit gebe es kein vergleichbar stabiles System wie die Deutsche Rentenversicherung. „Darum beneiden uns andere Länder.“ Aber Mast macht auch deutlich, dass Herausforderungen ins Haus stehen – auch, weil voraussichtlich ab 2025 die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Dennoch ist die Bundestagsabgeordnete zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden können. In seiner Funktion als Gewerkschafts-Chef betont Kunzmann: Gute Arbeit müsse gut bezahlt werden. Nur dann hätten Arbeitnehmer auch die Gelegenheit, zusätzlich privat vorzusorgen. – Nico Roller