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[ 11. Nov 2019]

Kinder und Jugendliche sind heute oft verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt, häufig allerdings ohne diese als solche zu erkennen. Sie erleben verbale oder körperliche Grenzverletzungen auch durch Gleichaltrige in Schule, Freizeit oder im Alltag. Gefahren im Internet und durch Smartphones nehmen zu.
Daher wird es immer wichtiger, Jugendliche für Grenzen zwischen Menschen und grenzverletzende Situationen zu sensibilisieren, damit sie sich diesen bestimmt entgegenstellen können.
Zu diesem Zweck fanden in der Woche vom 4. – 8. November vier Präventionsveranstaltungen unter der Leitung der Beratungsstelle Lilith e.V. aus Pforzheim für die 9. Klassen des Lise-Meitner Gymnasiums statt. Lilith e.V. ist eine Anlaufstelle speziell für Mädchen und Jungen zum Schutz vor sexueller Gewalt.
Vorrangiges Ziel der Veranstaltung war es, durch Aufklärung frühzeitig Grenzverletzungen als solche zu erkennen und den Jugendlichen konkrete Hilfen für solche Situationen an die Hand zu geben.
Dazu wurde zunächst der Begriff sexuelle Gewalt thematisiert. Die Funktion von Grenzen zum Schutz für jeden Einzelnen und die verschiedenen Formen von grenzverletzendem Verhalten wie erzwungene Berührungen, Worte, Bilder, Gesten oder Blicke wurden erörtert. Fast alle diese Formen von Grenzverletzungen kommen sowohl in der realen Welt, als auch virtuell vor und haben immer mit dem Körper zu tun. Daher geht es vor allem um den Schutz körperlicher Grenzen. (weiterlesen …)

[ 7. Nov 2019]

Pünktlich zum Weltreanimationstag am 16. Oktober wurden auch unsere Schulsanitäter wieder zu lebensrettenden Löwen. Im Rahmen der Schulsanitäts-AG übten 20 Schülerinnen und Schüler die vereinfachte Reanimation, die aus der Prüfung der lebenswichtigen Funktionen, dem Notruf und der Herzdruckmassage besteht. Mit Hilfe von 15 Übungsmodellen aus dem Programm „Löwen retten Leben“, eine Initiative u.a. vom Kultusministerium Baden-Württemberg und dem DRK-Landesverband, festigten die Sanis ihr schon vorhandenes Wissen zum Thema Wiederbelebung. Das Ziel von „Löwen retten Leben“ und dem Weltreanimationstag ist es, Wiederbelebungsmaßnahmen in den Unterricht zu integrieren, um Schüler für das Thema zu sensibilisieren und die Überlebenswahrscheinlichkeit bei plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen. Der plötzliche Herztod ist mit geschätzten 100.000 Menschen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wird die Wiederbelebung schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen, so verbessert sich die Überlebensrate um das Zwei- bis Dreifache. Unsere Schulsanitäter tragen somit dazu bei, die leider niedrige Zahl von 18 Prozent der Deutschen, die im Ernstfall helfen, zu erhöhen (www.reanimationsregister.de).
– Sarah Kurtz, Eva Astor

[ 5. Nov 2019]

Mit dem Alterssimulationsanzug fällt es Tom schwer, Geld aus dem Portemonnaie zu holen. Martin Kunzmann, Katja Mast, Natalie Schote und Bianca Stölzle von der Rentenversicherung helfen ihm. (rol)

Timon (15) und Tom (14) sind nicht unglücklich, als sie den schweren Alterssimulationsanzug wieder ablegen dürfen. Mit ihm haben die beiden Schüler bei einer Aktion der Deutschen Rentenversicherung am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr voll mitmacht. Eine ganz neue Erfahrung sei das gewesen, sagt Timon, der 40 Kilogramm zusätzliches Gewicht mit sich herumschleppen musste. Liegestützte wurden da für ihn zu einer großen Herausforderung. „Selbst das Laufen ist mir schwergefallen, da hat man jeden Schritt gemerkt“, meint der 15-Jährige. Tom konnte in seinem Anzug Arme und Beine nicht richtig bewegen. Seine Sicht war eingeschränkt. Trotzdem versuchte er, Zeitung zu lesen und Kleingeld aus einem Portemonnaie heraus zu kramen. „Es war schon krass, das zu erleben.“

Mit Hilfe des Alterssimulationsanzugs wollte die Deutsche Rentenversicherung den Schülern des Königsbacher Gymnasiums zeigen, wie schwer es sein kann, Dinge im Alter zu meistern. Um so wichtiger ist es, rechtzeitig für das Alter vorzusorgen und sich schon früh um die Rente zu kümmern. Ein Thema, das Jugendliche und junge Erwachsene oft noch nicht auf dem Schirm haben. Auch Timon und Tom haben sich noch nicht näher damit befasst. Aber sie wissen: „Das Thema ist schon wichtig, man sollte es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.“ Zusammen mit ihren Mitschülern erfahren die beiden einen Vormittag lang, wie die Rentenversicherung funktioniert und warum eine zusätzliche private Vorsorge nie schadet. Auch Katja Mast (SPD) und Martin Kunzmann geben den Schülern Tipps zum Thema Rente und stehen ihnen Rede und Antwort.

Beide kennen sich mit dem Thema bestens aus: Kunzmann, weil er Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und zugleich Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung in Baden-Württemberg ist. Und Mast, weil sie sich im Bundestag seit vielen Jahren mit den Thema Rente befasst und aktuell Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung ist. Sie erklärt den Schülern: Weltweit gebe es kein vergleichbar stabiles System wie die Deutsche Rentenversicherung. „Darum beneiden uns andere Länder.“ Aber Mast macht auch deutlich, dass Herausforderungen ins Haus stehen – auch, weil voraussichtlich ab 2025 die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Dennoch ist die Bundestagsabgeordnete zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden können. In seiner Funktion als Gewerkschafts-Chef betont Kunzmann: Gute Arbeit müsse gut bezahlt werden. Nur dann hätten Arbeitnehmer auch die Gelegenheit, zusätzlich privat vorzusorgen. – Nico Roller

[ 4. Nov 2019]

(Foto: Wittye)

Am Dienstag, den 22.10., fuhren 24 IMP-Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen gemeinsam mit Frau Klein und Herrn Wittye nach Karlsruhe zum Forschungszentrum Informatik. Im neuen Lehr-Lern-Labor der Fakultät für Informatik wurde ein Workshop zum Thema Automaten angeboten. Zwei Studenten führten zunächst in das Thema ein und die Schülerinnen und Schüler analysierten dann das Verhalten mit Hilfe von Papp-Automaten. Kulinarischer Nebeneffekt: Die Schoko-maten geben bei richtiger Eingabe von Münzchips Schokolade aus.
Danach wurde jeweils zu zweit an Laptops programmiert: Die Schülerinnen und Schüler steuern das Verhalten eines Marienkäfer-Automaten in Abhängigkeit von seiner Umgebung. Obwohl sich äußerlich viel um Schokolade, Marienkäfer und Kleeblätter drehte, wurden wesentliche Inhalte zur normalerweise eher trockenen Automatentheorie und zur zustandsbasierten Programmierung erarbeitet.
Ein gelungener Ausflug !
(M. Klein)

[ 21. Okt 2019]

(Foto: N. Roller)

„Es macht hässlich, impotent, unsportlich.“ Das sagt Thushira Weerawarna über das Rauchen von Zigaretten. Und er muss es wissen. Schließlich bekommt der promovierte Mediziner als Chefarzt am Siloah-Klinikum jeden Tag die Folgen des Rauchens zu sehen. Folgen, über die sich Jugendliche oft gar keine Gedanken machen. Deshalb geht Weerawarna an die Schulen: nicht um die Schüler zu belehren, sondern, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Als der Mediziner am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium vor Achtklässlern auf der Bühne steht, nimmt er kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Tierversuche geht. Viele wissen nämlich gar nicht, dass umfangreiche Untersuchungen nötig sind, bevor Inhalierstoffe zugelassen werden. Als Weerawarna erzählt, dass nicht alle Tiere die Versuche überleben, müssen einige Schüler schwer schlucken.

Überrascht sind sie auch von dem, was der Mediziner ihnen zum Thema E-Zigarette zu sagen hat: Mit ihnen will die Tabakindustrie gezielt junge Menschen ansprechen. Es gibt sie in knalligen Farben und mit verschiedenen Beleuchtungen. Sie sei zwar nicht so schädlich wie eine normale Zigarette, sagt Weerawarna. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie ungefährlich wäre, denn noch ist nicht ganz klar, welche Folgen die synthetischen Stoffe haben. Auch Shisha-Bars wirken harmlos mit ihren Sofas, der Beleuchtung und der Musik. Alles nicht vergleichbar mit einer vollgequalmten Raucherkneipe. Aber wer Shisha raucht, nimmt zum Teil deutlich mehr Kohlenmonoxid und Teer auf als bei einer Zigarette. Ihr Rauch wird tiefer inhaliert. Und: Wenn mehrere Menschen dieselbe Shisha benutzen, können Krankheiten wie Herpes übertragen werden. Weerawarna sagt: Die Gefährlichkeit des Shisha-Rauchens werde unterschätzt. Auch darauf will er bei seinen Vorträgen an Schulen aufmerksam machen. In Königsbach hat er das geschafft. – Nico Roller

[ 26. Sep 2019]

(Foto: Dietmar Otto und Sabine Beck)

Das neue Schuljahr hat gerade begonnen und viele Schüler fahren mit dem Bus zum Lise-Meitner-Gymnasium. Für die neuen Schüler der Klasse 5 ist dies oft eine neue Erfahrung, die nicht immer angenehm ist. Um den Schulweg in Zukunft sicher mit dem Bus zu bewältigen, haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 am 18. und 19. September an einem Training: „ Bus fahren – aber richtig!“ durch die beiden Polizisten Herr Merkle und Herr Nonnenmann aus Pforzheim teilgenommen.
Während einer Theoriestunde wurden die Kinder anhand eines altersgerechten Films für grundlegende Gefahren beim Busfahren sensibilisiert. Rangeleien an der Bushaltestelle, schubsen oder drängeln beim Einsteigen oder mit Kopfhörern im Ohr über die Straße zu laufen bergen großes Gefahrenpotential. Auch der „tote Winkel“ um Fahrzeuge herum und das Ausscheren des Busses bei der Einfahrt in die Bushaltestelle wurden thematisiert. Gleichzeitig erfuhren die Schülerinnen und Schüler verschiedene Sicherheitsmaßnahmen und Regeln, wie sie sich sowohl an der Bushaltestelle, als auch im Bus selbst richtig verhalten sollen.
Auf die Theoriestunde folgte ein praktischer Teil. Dazu war ein Bus bereitgestellt. Hier konnten die Fünftklässler sowohl das zuvor Gelernte rund um das Busfahren anwenden und üben. Sie lernten, die weiße Sicherheitslinie an der Haltestelle zu beachten und sich im Bus einen festen Halt zu verschaffen können. Überrascht waren die Schüler wie gefährlich eine Schultasche bei einem unvorhergesehenen Bremsmanöver werden kann. Deshalb muss die Schultasche während der Fahrt sicher verstaut sein, um Verletzungen zu verhindern.

Nun kennen die Schüler die Gefahren die mit dem Busfahren verbunden sind und können ihren Schulweg mit dem Bus sicher zurücklegen.
Ganz herzlichen Dank an die beiden Polizisten, die Herren Nonnenmann und Merkle, für die lehrreichen Stunden mit unseren Schülerinnen und Schülern und an Herrn Benker von Südwestbus für die Bereitstellung eines Busses.
Verena Schiegl

[ 17. Sep 2019]

(Foto: N. Roller)

Kaum sind die Abiturienten flügge geworden, bekommt das Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium schon wieder Zuwachs: 109 Kinder sind eingeschult worden. Nach einem von den Religionslehrern organisierten Gottesdienst in der evangelischen Kirche nimmt Hartmut Westje-Bachmann die frischgebackenen Fünftklässler in der Aula mitsamt ihren Eltern, Verwandten und Freunden in Empfang. Der Direktor begrüßt die neuen Schüler und betont: „Ihr könnt ganz beruhigt in die Schulzeit am LMG starten.“ Er vergleicht den Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium mit dem Besuch auf einem Abenteuerspielplatz. Man bekomme neue Fächer, lerne neue Sprachen und treffe neue Menschen. „Ich garantiere Euch, dass Ihr bei uns viel Spaß haben werdet.“ Aber der Direktor sagt auch: „Ohne Anstrengung geht es nicht.“ Sei es beim Erledigen der Hausaufgaben oder beim Aufpassen im Unterricht.

Insgesamt wird es im nun beginnenden Schuljahr vier fünfte Klassen geben, darunter eine 25-köpfige Streicherklasse. Jede hat zwei gleichberechtigte Klassenlehrer. Ein Konzept, das man bereits im vorigen Schuljahr eingeführt hat und das laut Marc Rudolf gut funktioniert: Die Lehrer seien flexibler, sagt der Konrektor: Wenn einer ausfalle, könne der andere einspringen. „Für die Betreuung der Schüler ist das optimal.“ Auch sonst hat das Königsbacher Gymnasium den neuen Schülern einiges zu bieten: etwa verschiedenste Arbeitsgemeinschaften, Aktionen zur Berufsorientierung, Wettbewerbe und andere außerunterrichtliche Aktivitäten. Einen kleinen Eindruck davon bekommen Schüler und Eltern schon bei der Einschulungsfeier: Der von Patrizia Steinhoff und Johannes Weiß geleitete Unter- und Mittelstufenchor gibt einige schmissige Stücke zum Besten, Schülermitverantwortung (SMV), Streitschlichter und Förderverein stellen sich vor. – Nico Roller

[ 17. Jul 2019]

Den Siegerentwurf präsentieren (v.l.) Heiko Genthner, Marco Engler, Ingolf Kanzler, Ludwig Harter und Thomas Karst. (Foto: Roller)

Nicht leicht gemacht hat sich die Jury die Entscheidung, welcher Entwurf der Beste ist für den Erweiterungsbau, der dereinst den zusätzlichen Raumbedarf der Willy-Brandt-Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums in Königsbach abdecken soll. Letztlich ging der erste Preis an das Architekturbüro „Harter + Kanzler“ aus Freiburg. Die Idee der Planer: Die vorhandene Infrastruktur so weit wie möglich weiter nutzen. Dazu soll das bisherige, die naturwissenschaftlichen Fachräume beherbergende, als „Neubau“ bezeichnete Gebäude im Norden des Schulgeländes erweitert werden: Auf den bisher eingeschossig ausgeführten Werkstattbereich soll ein zweites Geschoss aufgesetzt und gleichzeitig das gesamte Gebäude zur Straße hin zweigeschossig vergrößert werden – und zwar so, dass es auch den Platz umfasst, auf dem aktuell noch die Fahrradständer untergebracht sind. Für sie muss folglich ein neuer Standort gefunden werden.

Die Erweiterung soll in leichter Holzbauweise erfolgen. Ein um das Gebäude verlaufender hölzerner Laubengang schafft nicht nur eine einheitliche Fassade, sondern bietet auch Raum für einen Fluchtweg. Im Inneren des vergrößerten Gebäudes soll es zwölf neue Klassenzimmer geben und die Gänge sollen so aufgeweitet werden, dass sie als zusätzliche Lernfläche dienen können. Ein kleiner Lichthof ermöglicht den Blick nach außen. Der obere Teil des Gebäudes soll vom Gymnasium, der untere von der Realschule genutzt werden. „Rundum gelungen“ sei der Entwurf, sagt Afshin Arabzadeh, der dem Preisgericht vorsaß und von intensiven, aber harmonischen Diskussionen berichtet. Sehr vielfältig seien die Einreichungen gewesen, sagt Arabzadeh.

16 Büros hätten teilgenommen, zwölf Entwürfe seien abgegeben worden, fünf hätten es in die engere Wahl geschafft. Mit dem Ergebnis seien alle Beteiligten zufrieden. Auch aus den Rektoraten der beiden Schulen kommt Zustimmung. Ein Zeitpunkt für den Baubeginn steht noch nicht fest. Vorher sind noch umfangreiche Planungen zu erstellen. Stimmt die Versammlung des Schulverbands dem prämierten Entwurf bei ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. Juli, zu, können danach unter anderem die Vertragsverhandlungen, die Feinabstimmungen und das Stellen von Förderanträgen erfolgen.

[ 17. Jul 2019]

Foto: N. Roller

Flotter Tanz, handgemachte Musik, humorvolle Videos, freche Spiele, gutes Essen, zahlreiche Geschenke und ganz viele lobende Worte: Wenn die Abiturienten des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums ihren Schulabschluss feiern, dann richtig: mit einer mehr als vierstündigen Gala in der voll besetzten Remchinger Kulturhalle. 88 Schüler sind zum Abitur angetreten, alle haben bestanden – mit einer Durchschnittsnote von 2,3. Viele Jahre des gemeinsamen Lernens liegen nun hinter ihnen. „Trotz der Hassliebe, die viele gegen die Schule hegten und hegen: Sie bildete für die letzten zwölf Jahre den Mittelpunkt unseres Lebens, gab unserem Alltag eine Struktur und sorgte für einen einigermaßen geregelten Tagesablauf“, sagte Aileen Rupp, die die Rede für die Abiturienten hielt und zurückblickte: auf Klassenfahrten, auf gemeinsame Erlebnisse, auf die Entwicklung „von pubertierenden Nervensägen zu jungen Erwachsenen“, auf gute Vorsätze und auf das in der Schule erworbene Wissen.

Nun beginne das Leben danach. Ein Leben, das nicht mehr dem 45-Minuten-Takt folgt. „Wir müssen ihm nun selber einen Rahmen geben und uns Ziele für die kommenden Jahre vornehmen“, sagte Rupp. Das Abitur sei „kein Freifahrtschein“, sondern ein Appell, „sich in jeder Situation gegen alle Formen der Intoleranz zu wenden“. Rupp betonte: „Es ist wichtig, dass wir für demokratische Werte sowie Diversität und Toleranz eintreten und uns nicht auf einem Leben in Demokratie, Frieden und Wohlstand ausruhen.“ Hartmut Westje-Bachmann gab seinen Schülern dafür ein paar Gedanken mit auf den Weg. „Jetzt seid Ihr dem Erwachsenenleben wieder einen Schritt nähergekommen und werdet bald viel schwerwiegendere Entscheidungen treffen als bisher, Ihr werdet Macht gewinnen“, sagte der Direktor, verbunden mit einem Appell, sich manches aus der Kindheit zu bewahren. Westje forderte die Abiturienten auf: „Bildet Euch selbst Eure Meinungen, seid offen für Neues und nehmt alle Menschen ernst.“

Der Direktor lobte die Fridays-for-Future-Demonstrationen, plädierte für die Demokratie und rief die Abiturienten dazu auf, sie ihre Ziele sorgfältig auswählen und nicht zu streng mit sich selbst und anderen zu sein. „Der nicht perfekte Umweltschützer, die nicht studierende Mitabiturientin und der Klassenkamerad, der in der achten Klasse abgegangen ist, die Grundschulfreunde, die nicht aufs Gymnasium gegangen sind, die Nachbarn mit Migrationshintergrund – sie alle sind zu wertvoll, um sie an ihren Schwächen und Fehlern zu messen.“ Westje gratulierte den Abiturienten zu ihrem Erfolg. Die zeigten anschließend zwei flotte Tänze und jede Menge selbstgedrehter Videos. Ihre Lehrer brachten sie nicht nur mit kniffligen Spielen ins Schwitzen, sondern überreichten ihnen auch Geschenke. Band und Chor gaben immer wieder Schmissiges zum Besten. – Nico Roller

[ 16. Jul 2019]

Vom Montag, 22.07. bis Donnerstag, 25.07.19 is die Mensa geschlossen.
Am Donnerstag, 25.07. und Freitag, 26.07.19 kommt kein Bäcker.